Montag, 3. September 2007

kann ich heute nichts besorgen ...

...dann verschiebe ich's auf morgen.

Damit bin ich, im heutigen Sprachgebrauch, prokrastin. Ich bin das zwar mit einer überzeugten Nonchalance , falle damit offenbar aber doch auch nicht in die gängige Psychologie des Aufschiebens. Allerdings kann ich zusätzlich die immer wieder auftretende Symptome des procrastin-eatings vorweisen: also jetzt trink ich erst einen Kaffee, dann tu ich was - jetzt brauch ich noch ein Marmeladebrot (aus Hainburg mitbekommen: hausgemachte Marmelade von der "Ananas-Marille" - usw.

Zum Schluss bin ich dann krank wie heute - aber im Blog besorg ich mir's trotzdem! Die Arbeit bleibt ja ohnehin da ....

Erfahrene Landschaften

Am Wochenende fuhr ich durch die Wachau, sah einmal vom einen Ufer hinüber aufs andere und dann wieder zurück vom anderen aufs eine, wohl zum letzten Mal in diesem Jahr. Einem Jahr, das mir reiche Landschaftserfahrungen geschenkt hat, immer neue Blicke auf vermeintlich Vertrautes, auf neu Angenommenes, zum Vertrauten Gemachtes; ich wurde süchtig nach diesen Begegnungen mit Wegen, mit Hügeln, mit Bergen, süchtig nach Obstbäumen, blühend wie tragend, nach Linden- und Akaziendüften, nach Weingärten und Kellergassen, nach den damit verbundenen Begegnungen. Nur mehr fahrend und somit erfahrend hätte ich mich bewegen mögen, fahrende Gesellin, stets neu ansetzend, nur nicht verharrend, wiederkehrend wohl, aber nicht bleibend.

***

Jahrgangspräsentation im Schloss: die guten Weine sind wie immer, die weniger guten leiden an falscher Frucht oder falsch verstandenem Holz, ich mag an diesem Tag nur zwei wirklich gelten lassen, den Rubin vom Franz Taferner und den so sehr konträren von der jungen Birgit Wiederstein. Alles also wie immer, so wird es auch sein, wenn ich das "Wein sein, beinander bleiben" wieder anstimme, fahren und kommen werde im Tagesrhythmus, ein Verharren und Bleiben kundtuend, wo aber werde ich wirklich sein?

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