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    <title>ConAlma (Soulfood.  Eat Drink Man Woman.) : Rubrik:Zettelkasten</title>
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    <description>Soulfood.  Eat Drink Man Woman.</description>
    <dc:publisher>ConAlma</dc:publisher>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:date>2007-11-20T19:14:43Z</dc:date>
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    <title>ConAlma</title>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4464493/">
    <title>Im Dazwischen</title>
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    <description>Ihr Leben war noch viel mehr eines des &lt;i&gt;Dazwischen &lt;/i&gt;geworden. Die Stunden, die ihr alleine blieben, waren im &lt;i&gt;Unterwegs &lt;/i&gt;angesiedelt. Wo sie für andere &lt;i&gt;da &lt;/i&gt;schien, empfand sie sich zwischen Kommen und Gehen. Dass sie dennoch als &lt;i&gt;da &lt;/i&gt;wahrgenommen wurde, lag in den Spuren begründet, die sie hinterließ, sie suggerierten eine anwesende Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur einer flüsterte ihr hin und wieder tief ins Ohr: Es tut gut, dich zu spüren. Das waren jene Momente, in denen auch sie sich spürte. Und da war.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-20T08:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4107273/">
    <title>Machen Sie Sinn?</title>
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    <description>Irgendwann ist sie aufgetaucht, diese Phrase, aus Journalistenfingern, aus Politikermündern, wird unhinterfragt benützt, auch von denkenden Menschen, als wär sie immer schon dagewesen. Stimmt aber nicht. Ist aus dem Englischen &quot;make sense&quot; (wo es aber im Grunde in der Verneinung benützt wird) genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann stieß ich mich daran. Und seither ständig. Grad erst wieder, in diesem Blogmeer, irgendwo aufgetaucht, &quot;xxx macht Sinn&quot;. Aber wie ist das denn mit dem Sinn? Ist der nicht &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; den Dingen? Da &lt;i&gt;ist&lt;/i&gt; etwas, und in diesem Etwas wohnt ein Sinn. Das Ding &lt;i&gt;macht&lt;/i&gt; den Sinn nicht. Hat ihn. Oder, wie es vor allem bei Verhaltensweisen so oft anzumerken ist, hat eben keinen. (Obwohl ich da der Meinung bin, dass immer eine Art von Sinn da ist, nur halt ein &quot;negativer&quot; vielleicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sinn machen&quot; wird meist dort verwendet, wo gemeint ist &quot;ist sinnvoll&quot;, &quot;leuchtet ein&quot;. Und in der Verneinung &quot;ist sinnlos&quot;. Über die Machbarkeit von Sinn denkt da niemand nach. Da könnte man ja gleich fragen, ob derjenige, der so unbedacht spricht, selbst Sinn macht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sinnstiftend&lt;/i&gt; mögen viele Angelegenheiten ja allemal sein.  Weil sich aus ihnen und ihrem Sinn etwas Anderes, Neues ergibt. Das dann wieder seinen Sinn hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht rührt der unreflektive Gebrauch der Phrase auch daher, dass wir so gerne &lt;i&gt;machen&lt;/i&gt;. Oder gerne machen würden. Und unser persönliches Sinnempfinden, weil uns gerade etwas besonders sinnvoll erscheint oder auch unsinnig, dann einem &lt;i&gt;Machen&lt;/i&gt; unterwerfen. Den inhaltlichen Sinn als veränderbaren annehmen. Damit vermischt sich das Gemachte mit dem Inhaltlichen, mein Gemeintes wird durch das Wörtchen &lt;i&gt;machen&lt;/i&gt; zum Inhaltlichen, und damit habe  i c h  Sinn gemacht. Dieser eigentlich &lt;i&gt;in &lt;/i&gt;der Sache seiende Sinn, der plötzlich von außen hineingetragen wurde, muß auch gar nicht sinnvoll sein, kann vielmehr Unsinn sein. Unsinn aber soll man doch nicht machen? (Ah, die vielen Rügen der Eltern im Hinterkopf!) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen Sie Sinn?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen philosophischen Sommergedanken ziehe ich mich ein wenig in meine Sinne zurück.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-07-26T06:39:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3951933/">
    <title>Gedanke während der Feuilletonlektüre im Zug</title>
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    <description>Da weiß ich noch gar nichts und habe es schon geschrieben.&lt;br /&gt;
So wie es dasteht, wird es dann auch gewesen sein.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-06-23T10:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3784923/">
    <title>Herzlust</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3784923/</link>
    <description>Noch mehr &lt;a href=&quot;http://www.online-literature.com/dickinson/&quot;&gt;Emily&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das Herz sucht Lust  zuerst&lt;br /&gt;
Und dann  Erlass von Leid.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Herz schwirrt zumeist im Kopf, wie ein Schmetterling, leicht und zart, sucht sich die zarten Flügel nicht zu stoßen. &lt;br /&gt;
Oft aber, sehr oft in den Tagen, die da waren und sind und weiterhin kommen, sinkt es lüstern schwer in den Uterus, gleitet von dort durch die Öffnung in die unbesetzte Höhle, schmiegt sich an die Wände und wartet, geküsst zu werden. Der erste, zaghafte Kontakt mit dem kleinbelippten Äuglein löst bereits solches Herzbeben aus, macht es drängen und sehnen, doch nein: im Innehalten und puren Wachen und langsamen Aufnehmen und wieder Innehalten wird aus der Höhle Weite, das Herz weitet sich mit, ist offen wie nie, fließt in ein so lustvoll Verlangen, dass Küsse nie reichen, die wildesten nicht, es zu stillen, zu bändigen. Die Herzlust fährt in die Glieder, die Gier wird zum Rhythmus, betäubtes Verlangen täuscht Sättigung vor. Doch nein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz atmet tief, lächelt sanft, lässt von der Lust (für den Augenblick), birgt auch sein Sehnen in den Falten der Kammern - hier trifft es kein Leid. Erlassen aber ist nichts.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-05-30T20:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3632274/">
    <title>Es ist an der Zeit</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3632274/</link>
    <description>Als ich mich aus der kreiselnden Kurve auf die Autobahn gewunden hatte, hing der Mond tief über der Nordkette, die Sichel hell schwebend und in sie gebettet das dunklere Rund des Trabanten. Die Sterne tanzten über den nachtschwarzen Grund, zwischen den kleine roten Lichtern am Armaturenbrett kam eine warmfrohe Stimme zu mir und führte mich sicher durch die Nacht. &quot;Das Wort ist meine Heimat&quot; sagt 	&lt;a href=&quot;http://oe1.orf.at/programm/200704193701.html&quot;&gt;Dimitre Dinev&lt;/a&gt;, ja denke ich, die kenne ich auch, und lasse mich in seine Engelszungensprache fallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, im Garten: Es ist an der Zeit, dass ein großer Regen käme und dem Gras die Trockenheit nähme, die ein schneeloser Winter hinterlassen hat.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=qVCgf6_M7i4&quot;&gt;Mond-Tube&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:date>2007-04-20T16:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3439605/">
    <title>Landschaft mit Klang</title>
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    <description>Nach fünf Wochen fuhr ich wieder durch dieselbe Landschaft; der Schnee hatte sich mittlerweile auf die Bergspitzen zurückgezogen, nur im Ennstal führte er noch zungengleich ins Tal, darauf die unersättlichen Schifahrer sich im letzten Weich vergnügten. War im Salzburgischen der Himmel noch ein tiefes Blau gewesen, so löste sich nach dem Gleinalmtunnel alles in einer immer undifferenzierteren glasigen Helle auf, südliches Licht. Während ich auf die südsteirischen Hügel zufuhr, rechterhand gleißen die Schneekuppe der Koralpe im Blick, verströmte Isolde ihren Liebestod über die Landschaft, Astrid Varnay und Eugen Jochum füllten den gesamten Raum, als gehöre nichts anderes hierher: weiteten mir das Herz zerrend, Tränen zeichneten das Gewerbegebiet von Kaindorf weich, wie ein Stürzen war es, das unerfülltes Sehnen bloßlegte.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:date>2007-03-15T14:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3349555/">
    <title>Almträume</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3349555/</link>
    <description>Der Träume waren es mehrere. Dass ich einem sympathischen Kellner, der drei gänzlich unzureichende, zerfranste Brotschnitten mit lächerlichen nachlässig draufgeschmierten Aufstrichen nicht als kulinarische Anregung durchgehen lassen kann, ist mir, obwohl ich am Abend ganz hervorragend zünftig gegessen hatte, ja noch irgendwie aus beruflichem Zusammenhang erklärbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich aber in einem riesigen quadratischen Altbau-Raum erwache, mit hübscher Stuckleiste unter dem gold-rot-färbigen Plafond, und mit mir unter der Decke des großen Bettes im Eck ein bis dato unbekannter Mann liegt, wobei das &lt;i&gt;unbekannt &lt;/i&gt;sich auf seine äußere Erscheinung beschränkt, da mir sein schriftliches Wesen wohl geläufig war, und eine nicht mehr erinnerte Intimität der Nacht sich sogleich in neuerlichen Umarmungen manifestiert, dann entkommt mir selbst im Traum verwundertes Lächeln. Und erst recht im tatsächlichen Aufwachen:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für Kapriolen schlägt da der Körper (und schickt sie dem Geist), der doch höchst befriedet und mit ausreichend frischer Höhenluft versehen mit einem ruhigen Schlummer  das Auslangen haben sollte?</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:date>2007-02-21T17:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3332537/">
    <title>hellwach</title>
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    <description>Mittendrin werde ich hellwach. Mitten in diesem Fließen, zu dem mein Leben nach einem langen Stocken wieder gefunden hat, in Arbeitsströmen,  &quot;Love Streams&quot;, sehe ich plötzlich das Loch.  Im weichen Gewebeband dieses Lebens ein kleines, scharf umgrenztes Loch, aus dem nur ein grelles Licht dringt, doch ich weiß, dahinter ist diese andere Welt, aus der jederzeit ein kalter Zugriff erfolgen kann auf meine warme Scheinsicherheit.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:date>2007-02-17T14:44:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3098152/">
    <title>Jede Geschichte hat ihren Anfang.</title>
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    <description>&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Weshalb eine Begegnung geschieht, zwischen genau diesen Menschen zu genau dieser Stunde: wer vermag es zu sagen? Zufall ists und Zugefallenes wirds, in der Achtsamkeit der beiden Begegnenden einem Sinn sich erschließend. Dem Zufall dankt die Begegnung, nicht die Last der Vorsehung tragen zu müssen, der Achtsamkeit aber, die Möglichkeiten des Zugefallenen auszuloten.&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-22T17:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3014986/">
    <title>U-Bahn, nachts.</title>
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    <description>Inbrünstig kaugummikauend sitzt das Mädchen mit dem Rücken zur Fahrerkabine, was Mädchen, junge Frau eher, es ist halb eins in der Nacht, sie kramt in ihrer Tasche und tuscht sich die Wimpern mit Akribie, dabei waren die doch schon schwarz genug, das war bis zum anderen Ende des Waggons zu sehen. Dann verteilt sie noch Make Up auf den Wangen mit einem Pinsel, sieht dabei prüfend in einen Taschenspiegel, und zuletzt richtet sie die Haare, ganz schwarz sind sie, sicher gefärbt, so unnatürlich, aus dem Jackenkragen zieht sie die längeren Strähnen hervor, mit den Fingern kämmt sie durch die zuvor nach hinten gelegten Stirnfransen, zieht sie bis zu den Augen herunter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorübergehen - wir steigen bei derselben Station aus - sehe ich die Künstlichkeit auf ihren Wangen; was von ferne so cool wirkte, wird in der Nähe zum Versuch des Überspielens einer Unsicherheit, trotz Farbe ist sie blass, die Augen blicken unruhig. Ein paar Burschen warten auf sie, kaugummikauend und schwarzhaarig auch sie, den einen begrüßt sie mit Handschlag, den Oberkörper vorgereckt, aber die Beine bleiben hinten, ganz merkwürdig unbequem vorgestreckt schwebt sie für einen Augenblick. Hand gegen Hand nach oben geschlagen dann beim zweiten, Gimme Five, eine schnelle Floskel dazu, und nun der Dritte, auch dieser Händeklatsch, aber er schlägt ihr sofort auch auf den Rücken, schnell und hart, und vorne gegen den Bauch, eine verzerrte Geste aus gespielter Maskulinität, die sie zusammenfallen lässt, ein gequältes Lächeln steht in ihrem Gesicht, auch ein Hauch von Ängstlichkeit. Nur der Kaugummi wird tapfer weitergekaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich biege ums Eck, mitten am Gehsteig vier Burschen, die so gar nicht in die Gegend passen, an dieses dreckige Ende der Grillgasse, sie sind zu gut angezogen, auch ihre Sprache ist zu gewählt. Der eine trinkt aus einer Bierdose, ein anderer hält eine große PET-Wasserflasche in der Hand, aber vor allem der Bursch mit der Flasche Hochriegl in der Hand lässt mich im Gehen innehalten - was macht ihr hier? das kann ich mir nicht verkneifen. Hier soll irgendwo eine Party stattfinden! - Ach was, hier in Simmering? - Ja hier, ein-zwei Mal im Jahr, wir werden sie schon finden; und Sie, Gnä&apos; Frau, was machen Sie hier so spät? Mir gelingt ein Lächeln, ihre Wohlerzogenheit demaskiert, ich lebe nicht hier, sage ich, sondern in Tirol. - Bischt kha Tirola bischt kha Mensch .. kommt es sofort; Ach ja, sage ich, dann findet mal eure Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder biege ich abe, der Gemeindebaukasten liegt fast dunkel da, nur im dritten Stock ist das kleine Licht in der Küche zu sehen, und der Heizstrahler im Badezimmer schickt sein rotes Licht herunter: das ist die Art des Vaters zu sagen, schön dass du da bist, wieder einmal, du bist willkommen ...</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-02T16:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2964304/">
    <title>Rom im November</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2964304/</link>
    <description>Die Stare bilden Schwärme über ewigen Dächern,&lt;br /&gt;
ziehen Muster ins milde Blau.&lt;br /&gt;
Spätsommerwarmer Lufthauch öffnet Mäntel und Krägen, &lt;br /&gt;
über den Schanigärten liegt Zigarettenrauch.&lt;br /&gt;
Die Orangenallee der Via Barberini verharrt noch im Blassen,&lt;br /&gt;
auch bei Prada stöbern die Herren in gedämpften Tönen.&lt;br /&gt;
Vor der Villa Hassler eine Menschentraube, d e n  Blick zu erhaschen, attore famoso!&lt;br /&gt;
An der Fontana di Trevi sehnt man ein Nacht wie bei &lt;a href=&quot;http://www.elsa-und-fred.de/&quot;&gt;Elsa und Fred&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Feltrinelli, Piazza Colonna, hält bis 22 Uhr offen,&lt;br /&gt;
Tschaikowsky liegt, ethnisch gelistet, beim C.&lt;br /&gt;
Der Taschendieb im 452er greift nicht tief genug in die Hose,&lt;br /&gt;
ich muss an Pasolini denken und die Peripherie von Rom.&lt;br /&gt;
Spigola und Rombo dann, zwischen Brokatwänden und Silberbesteck&lt;br /&gt;
bei den alten Herren hinter der Porta Pia,&lt;br /&gt;
der Gavi di Gavi macht den Weg in die Nacht&lt;br /&gt;
zu tänzelnder Kurzweil.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-21T10:37:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2895565/">
    <title>Alma::Mater und der Pragmatismus der Plazenta*</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2895565/</link>
    <description>Ein Wochenende lang plagte ich mich an einem Text, den ich vor mir sah und doch nicht greifen konnte, bei jedem Zulangen schien sich ein Gedankengang in zehn andere zu zerteilen, die Verschlingungen wurden immer mehr und waren nicht mehr zu verfolgen, die Längenvorgabe zwang mich zu einer Reduktion, die ich nicht füllen konnte mit dem, was mir wesentlich schien. Um Mitternacht gab ich auf, ließ den akademischen Aufsatz solchen sein und übergab ihn mit wenig professionellen Worten, die meine Zweifel enthielten. In einem Zustand von Erschöpfung und Niederlage versuchte ich, den folgenden warmen Sonnentag (es sollte einer der letzten gewesen sein) zuzulassen, als ein Anruf kam: &lt;i&gt;Spiel noch mal damit, &lt;/i&gt; meinte der Chefredakteur, &lt;i&gt;und nimm die Emotionen mit hinein.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traf. Riss mich auf. Ich sah bestürzt auf mich: hatte mich von mir selbst getrennt, in einer verständlichen Not; aber nach einer Zeit der Ruhe und des Innehaltens war ich in einer kontrollierten Haltung steckengeblieben, hatte meine Leidenschaften so gut verscharrt, dass sie nur noch in homöopathischen Zufriedenheitsbläschen emporsteigen durften, ein schrecklicher Pragmatismus, gnadenlos gegenüber der Fruchtbarkeit. Als Mutter ohnehin schon geschlagen, ja, zu oft empfand ich so, als dass ich es nicht aussprechen dürfte, mit einem Zwang zur Vernunft, der direkt aus der Plazenta zu wachsen schien, ergab ich mich einem vorauseilenden Gehorsam gegenüber vorgeblichen Kinderbedürfnissen, verlegte mich in dürftige Rationalisierungen und trank im Wein von anderen Träumen. Wieder und wieder saß und sitze ich, muttergleich und ganz Seele (wo aber, wo, die Leidenschaft?), vor den Nöten und Ängsten der Männer, werfe Ihnen Verständnis entgegen und schnüre mich selbst, als dürfe Rücksicht nie mir, sondern nur den anderen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Sonntag später gelang der Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;* Angeregt zu diesem Titel wurde ich 	&lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2835574/#283760&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;, &lt;br /&gt;
einiges findet sich auch 	&lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2893576/&quot;&gt;da&lt;/a&gt;. Die fast tägliche Lektüre dieser Seiten ist mir ein  S p i e g e l, mit dem &lt;i&gt;wider&lt;/i&gt; als wichtiger Stachel.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-11-05T17:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2863275/">
    <title>Geheimes Wortleben</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2863275/</link>
    <description>Der Titel des Filmes von &lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/stories/2860240/&quot;&gt;vorgestern&lt;/a&gt; legte in mir ein paar Assoziationen frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Wer anders als ich wüsste besser Bescheid um das geheime Leben der Worte! Ich meine damit aber nicht jenes, das sich mir, durch Bücher mitgeteilt, vor meinen Augen entfaltet, wo Sätze sich aus Büchern erheben und unter meinem Blick zu einem zweiten, mit meinen Gedanken verwobenen Leben aufbrechen  nein, ich spreche von  m e i n e n  Worten, den durch mich formulierten Sätzen, die sich in zahllosen Seiten von Korrespondenz niedergelassen haben und dort ein zum Heil bestimmtes, aber manchmal unheilvolles Leben begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anfang ist das Wort, so gehen netzgeknüpfte Beziehungsnahmen an, und das Wort schafft das Bild. Bereits mit den ersten Worten aber beginnt deren geheimes Leben, denn in der Niederschrift verwandeln sie sich von etwas Persönlichem hin zu etwas Weitergültigem. Sie neigen zur Literarisierung, einer Art hinterhältigem Eigenleben, denn der Mensch am anderen Ende einer unsichtbaren Leitung nimmt das Gelesene als Gesprochenes, formt daraus sein Bild und geht diesem nach. Will es greifen, doch wenn der Augenblick des Greifens da wäre, sieht er doppelt, das erlesene Bild und das geschaute. Weil aber das, was sich ihm im Wortleben so glatt und verständlich zuneigte, in diesem Augenblick zu schwinden droht, wird er jegliche Anstrengung unternehmen, um genau dieses Bildes habhaft zu werden, wird versuchen, die reibungslastige Erscheinung in dieses Bild zu biegen. Mittels Beschwörung durch geschriebenes Wort. Auch. Und so fliegen die eigensinnigen Wortleben durch den Raum, glauben sich immer und immer wieder fassen zu können, während die beiden Wortschaffenden dahinter immer fassungsloser werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer es versteht, aus einer Distanz heraus dieses Worttreiben zu beobachten, seiner Dynamik auf die Schliche zu kommen, hat eine theoretische Chance, dieses geheime Leben zuzulassen und ein paralleles dazu, das mit den Reibungen, zu entwickeln. Dann könnte etwas sehr Komplettes entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders aber, wenn am Anfang der Blick und die Berührung stehen und irgendwann die Worte kommen, kommen dürfen, ihr Leben mitbringen, sich nach und nach einfügen: dann bewirken sie ein Öffnen, bringen einer verkarsteten Landschaft ein vorsichtiges Blühen.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edit: &lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Dann kann es geschehen, dass die Schreibende zur Erzählerin wird, die Bilder mit ihren Blicken und ihren Gesten färbt, eine unmittelbarere Gestaltgebung, die sich einer daraus entstehenden Erotizität verbindet.&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-28T15:48:00Z</dc:date>
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    <title>Die Wanderung</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2857061/</link>
    <description>In der Früh sah ich hinauf, wo ich 2 Stunden später stehen würde. &lt;br /&gt;
Dazwischen gab es eine Wanderung, keine wirkliche Besteigung, eher einen Spaziergang - aufgrund einer nachmittäglichen Verabredung beim 	&lt;a href=&quot;http://www.filmmuseum-tirol.at/&quot;&gt;Filmatelier &lt;/a&gt; in Thiersee nahm ich den Berg von hinten: eine breite Forststraße zunächst, die Alm weiter oben verfügt über eine Luxuszufahrt, die Wanderer aber nehmen den Steig, der geradlinig die Serpentinen quert und auch etwas an Steigen abverlangt. Aber weit war&apos;s nicht. Oben dann gab es den Blick in die Tiefe, dorthin, von wo aus ich wenig zuvor heraufgeblickt hatte; vor allem aber gab es den Blick in die Weite, der mich  zu einem Zeitpunkt öffnete, wo ich wieder einmal an der Enge des Tales und der Enge der Köpfe, die darin sind, zu scheitern drohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anstieg war mir der Traum der letzten Woche wieder vor Augen, diese fremde Wohnung, die ganz in Orange zu leuchten schien, die ich zu hüten hatte für die auf Reisen gegangenen Besitzer. Meine Kinder waren wohl mit gekommen, aber nicht sichtbar - aber es gab noch andere  W e s e n, auch Kinder?, die zurückgelassen worden waren, und ich  w e i ß, dass ich sie getötet habe, es schien etwas zu sein, das ich tun  m u s s t e, auch wenn es keine Spuren gab. Genausowenig kann ich mich an Emotionen erinnern, da waren nur diese nackten Erdstellen an einem schattigen Platz im Garten, wie kleine Gräber. Aber es war ein Gefühl von  S c h u l d  da, ich erwartete jederzeit das Eintreffen der Polizei, wollte achtsam sein, fluchtbereit. Doch dann hatte ich mich in irgendeiner Tätigkeit verzettelt, und als ich noch schnell in die Schuhe schlüpfen wollte, weil ich Autos vorfahren sah, und bei der Hintertür hinaus, was es schon zu &lt;br /&gt;
spät und die Uniformierten im Raum. Aber nichts geschah, alles blieb ruhig, die Herren zogen wieder ab, stellten keine Fragen. Etwas später kamen die Wohnungsbesitzer zurück, sahen um sich, mit fragenden Blicken, auf einem Stuhl lag ein weißes gehäkeltes Babyhäubchen, aber Fragen kamen nur zu den fehlenden Skulpturen im Garten; tatsächlich waren da zu Beginn eine ganz große Figur vor der Terrassentür gewesen und kleinere Objekte im Rasen, nun war alles weg, ich musste eine schlüssige Erklärung gehabt haben, die mir aber beim Aufwachen ebensowenig wiederkam wie andere Details.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lag ich nun da und konnte nichts festmachen, fand keine Bezüge, es gab eine Schuld und keine Sühne, nur etwas Verscharrtes im Garten, das ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Die ungeborenen Kinder, kam heute ein Gedanke. Allerdings musste ich nun, im Gehen, an die Diskussion zur 		&lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/762742/&quot;&gt;Vergana&lt;/a&gt; denken, an die Schwierigkeit, mit solch mystischen Bezügen zurechtzukommen, die zugleich eine prekäre Beziehung widerspiegeln; was da wohl an Ängsten aufstieg, gegenüber eigenen Abgründen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich die Vergana das erste Mal gehört hatte, geschah dies in einer für mich unangenehmen Umgebung, obwohl eingebunden in den Rahmen von 	&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/stories/2675470/&quot;&gt;Literaturtagen &lt;/a&gt;- aber vielleicht bin ich nur so empfindlich. Die Unruhe draußen auf der Terrasse drang durch die großen Fenster, eine Beschattung tat sich mit dem Wandern der Wolken immer auf und zu, eine Rückkoppelung am Mikrofon verursachte Nervosität bei einer der verantwortlichen Literaturdamen, ihr betont unauffälliges leies Tappen war lauter als das weghörbare gelegentliche Gepiepe. Ein Text aber, der im Vortrag gerade einer deutlichen Nuancierung bedarf, verlangt nach einer Atmosphäre aufmerksamer Ruhe. Dennoch geriet ich in eine Stimmung von anhaltender Spannung, aus der ich nicht entlassen werden wollte, war in eine Parallelwelt versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich auf der Terrasse in 1500 Metern Höhe saß, geradewegs zum Großglockner blickte und dieses hier festhielt, glitt plötzlich eine großer Rabe vom Dach, kreiste über den Köpfen der Wanderer, verharrte stehend in der Luft, den Kopf gesenkt, und mir war, als käme er direkt aus jener Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Weg hinab nahm ich dann doch über den Forstweg: um die Knie zu schonen. Auf der Abseite vom Inntal blieb die Autobahn weg, die sonst bis ganz in die Höhe drang, es war plötzlich still. Die Landschaft schien in dieser Ruhe zu verharren, die Lärchen in einem dahingehenden Grün, die Tannen und Fichten ungerührt aufrecht, als wollten sie alle Wärme und Stimmung dieser Tage speichern - bald schon konnten kalte Winterstürme über sie hinwegfegen. Weiter unten, wo sich das Siedlungsgebiet wieder zusammenfügte, lag eine farbberauschte heitere Gelassenheit über den Wiesen und Rainen, das Kuhglockengeläut eine flirrende Klangkulisse. Viel später saß ich dann noch am Wasser, bis die Sonne ganz in der Senke verschwunden war. Ich war nicht allein, und es war wunderschön.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/Zettelkasten&quot;&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-26T21:39:00Z</dc:date>
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