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    <title>ConAlma (Soulfood.  Eat Drink Man Woman.) : Rubrik:einfach zum nachdenken</title>
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    <description>Soulfood.  Eat Drink Man Woman.</description>
    <dc:publisher>ConAlma</dc:publisher>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:date>2007-09-27T15:35:24Z</dc:date>
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    <title>ConAlma</title>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4011099/">
    <title>Schmunzelnder Tod</title>
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    <description>Die Schrunser Zimmerwirtin beginnt beim Frühstück zu erzählen, Geschichten vom Sterben und vom Tod. Fast eine Stunde lang spricht sie, traurige und weniger traurige Erzählungen, Erinnerungen aus lang vergangener Zeit und jüngster Vergangenheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von ihrem Mann zum Beispiel, der vor vier Jahren gestorben ist, in Wien, auf einem Feuerwehrausflug, nach einem fröhlichen Festabend, tot im Bett gelegen ist er in der Früh, und noch zwei Tage später, als er  heimkamim Sarg , lag ein Schmunzeln auf seinem rosigen Gesicht. Von ihrem Vater, der Tischler war im Rheintal, und auch Tote hat einsargen müssen. Wie er einmal heimgekommen ist am Heiligen Abend, sich zum Kachelofen gesetzt und geweint hat. &lt;i&gt;Tati, was hast denn? &lt;/i&gt;fragen die Frau und die Mädchen, sie selbst war vielleicht 10 Jahre alt gewesen. Eine junge Mutter hat er einsargen müssen, mit vier Kindern, alle jünger als seine Töchter, diese Ungerechtigkeit des Todes, mit der ist er an dem Abend nicht fertig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz anders bei den Toten vom Armenhaus, das war das Altersheim damals, da waren nur die Armen und Einsamen im Heim, die anderen hatten ja die Familien. Wenn er für einen von denen einen Sarg vorbereitet hat, war ein Lächeln in seinem Gesicht, weil wieder einer erlöst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages, erzählt die Wirtin, hat sie einen Mann getroffen, der aus demselben Dorf stammte wie sie selbst. Geh, sagt sie, kannst dich noch erinnern an den Tod deines Vater? Dass er tot ist, ja, entgegnet der Mann, aber sonst nix. Vier Jahre warst alt, sagt sie, und bist hinter meinem Vater hergelaufen und hast laut gerufen: &lt;i&gt;Du böser Mann, du böser Mann, hast meinen Vater in die Kiste getan! &lt;/i&gt;Nein, davon ist dem Mann nichts mehr erinnerlich, die Wirtin aber weiß so viele Geschichten, ist aufgewachsen mit so vielen Toten, den fremden und den eigenen, zwei Geschwister, die Schwiegereltern - &lt;i&gt;der Schwiegervater, gsund und tot!&lt;/i&gt; - und zuletzt der eigene Mann. Und immer noch der große Trost, dass er ein Schmunzeln hatte in seinem Gesicht.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-28T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3006960/">
    <title>I Had A Dream</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3006960/</link>
    <description>Ich träume regelmäßig. Nur wenig bleibt in Erinnerung, ich gehöre nicht zu den disziplinierten Traumtagebücherverfasserinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich aber so wie heute morgen gleich zwei Träume intensiv festsetzen, ist auch nach Stunden noch die Niederschrift gewährleistet. Von diesem einen hier zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großes Fest im Freien, eine Wiesenlandschaft, von Wald umgeben. Der obere Teil ist ein Rund, eine Naturarena, von dort führt ein Weg zu einer etwas tiefer gelegenen Wiese. Überall viele viele Menschen, die wichtigeren aber scheinen beim Hauptgeschehen im oberen Bereich zu sein; es überwiegt Trachtenmode. Ich betrete ein Haus am Rande des Geländes, in einem Zimmer steht eine mir bekannte Frau, es ist unklar, welche genau es ist, aber sie ist sicher aus  m e i n e m  Arbeitszusammenhang. Zuvor, im Freien, fragte ich mich schon, weshalb ich hier sei, denn es war offenbar eine Volksmusikveranstaltung, auch wenn keine Gruppenauftritte zu sehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frau sagt nun zu mir: - Du musst hinunter gehen, sie verlangen nach dir. Ich gehe die Treppe hinunter, irgendwie geschmeichelt ob dieses Satzes, aber laufe noch mal zurück: wo genau? Ganz hinunter?  Nein, dort, wo die wichtigen Leute sind. Als ich das Zimmer verlasse, sehe ich eine Treppe höher, im Gang, meine Mutter. Alles sieht auf einmal aus wie in jenem Bauernhaus, das wir früher, als Familie, bewohnten. Sie scheint hier aufzuräumen, hat einen Hauskittel an. Ich weiß, dass ich mit ihr sprach, aber nicht mehr was. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich begebe mich ins Freie hinaus, in die Menge. Sehe, wie mich die Menschen anlächeln, erkenne Gesichter. Ich denke mir  oder war es nicht vielmehr das, was mir meine Mutter sagte?  Der Vater kann das nicht mehr machen. Du musst ihn vertreten. Sie nehmen dich für ihn. Sie wollen nur jemanden berühren, der diesen Namen trägt. Du kannst für ihn sprechen, du weißt genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;So geht es gar nicht um den Inhalt, denke ich mir noch, sondern um die Erscheinung? Wieso ich?&lt;/strike&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da endet der Traum, die Kinder sind aufgestanden.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-30T17:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2990096/">
    <title>Streeruwitz, Jelinek und sprechende Vaginas</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2990096/</link>
    <description>Ich hatte zunächst Schwierigkeiten, die Aufregung der Streeruwitz um die Darstellung ihrer Person in der aktuellen Aufführung des Jelinek-Stückes &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2006/44/jelinek-premiere-hamburg?page=all&quot;&gt;Ulrike Maria Stuart&lt;/a&gt; im Hamburger Thalia-Theater zu verstehen.Vor 10 Jahren allerdings wäre es mir ein Leichteres gewesen. Fast 10 Jahre alt ist auch der Text, um den es in den inkriminierten Vagina-Dialogen geht. Sich Zitate aus einem Zwiegespräch, das einmal geführt worden war über &lt;a href=&quot;http://www.aliceschwarzer.de/jelinek_gespraech_1997.html&quot;&gt;Schreibende Frauen als Fremde in dieser Welt&lt;/a&gt;, abgelten lassen zu wollen im Sinne eines Urheberrechtes  das kann nur verstanden werden, wenn man die Positionen kennt bezüglich Frau, Kunst, Schreiben. Und die werden in diesem für Emma geführten Gespräch sehr deutlich gemacht. Während aber Marlene Streeruwitz irgendwie aus einer Opferhaltung heraus argumentiert, liegt in Jelineks Rückzug ein trotziger Stolz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streeruwitz &lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/21/642206.html&quot;&gt;beklagt &lt;/a&gt;auch, dass auf den Interview-Text ohne Rückfrage zugegriffen wurde. Ich weiß nicht, ob (und glaube ja nicht, dass) ihre Reaktion aus jenem Unbehagen kommt, dass mich bisweilen ergreift, wenn ich sehe, wie Sätze von mir anderswo zitiert werden. Das fühlt sich an, als wäre mir ein Seil ums Handgelenk geschlungen, und der Arm würde hinausgezogen, weg von mir, oder von meinem Ort, hin zu einem anderen. Ein zwiespältiger Reiz. Das selbstverständliche Verlinken, wie es hier in den Blogs geschieht, gehört auch dazu. Ich tue es ja selbst. Es ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit hier. Und doch entsteht immer wieder ein eigenartiges Gefühl von Übernahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibt noch das Sprechen aus der Vagina: das kann ich nicht per se als Reduzierung begreifen. Allerdings müsste die schrille Inszenierung dann wohl die meine sein. Die Empfindlichkeit gegenüber männlichem Zugriff kann ich sehr wohl verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verbindung von Streeruwitz, Opferhaltung und Amoklauf stellt Robert Misik im 	&lt;a href=&quot;http://derstandard.at/?url=/?id=2673241&quot;&gt;Standard &lt;/a&gt;her</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-27T10:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2701016/">
    <title>Astig</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2701016/</link>
    <description>Wechselbad der Stile: auf ins triefende Leben!&lt;br /&gt;
Der 	&lt;a href=&quot;http://gefuehlskonserve.twoday.net/stories/2697385/&quot;&gt;Gefühlskonserve&lt;/a&gt; verdanke ich den Hinweis auf 	&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,438071,00.html&quot;&gt;diese Geschichte&lt;/a&gt;. Und dazu fällt mir dieser wunderbare umgangssprachliche Ausdruck aus der Region ein:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;astig&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Mann von seinen Trieben übermannt wird. Ich konnte da mal eine Diskussion mitverfolgen, ob Rotwein besser geeignet sei, astig zu machen, als Weißwein - oder umgekehrt. Einen Zusammenhang mit Wahlverhalten konnte ich allerdings nicht feststellen. Aber in den Bergdörfern dürfte es wohl seit Generationen eingespielt sein, sich eine Frau zu teilen.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-21T09:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2333406/">
    <title>unumkehrbare momente (cover version)</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2333406/</link>
    <description>Der Titel ist bei 	&lt;a href=&quot;http://anobella.twoday.net/stories/2332863/&quot;&gt;anobella&lt;/a&gt; geklaut, die anlässlich der Kopfstoß-Debatte den nachhaltigen Beriff der 	&lt;a href=&quot;http://anobella.twoday.net/stories/2316477/#2319211&quot;&gt;unumkehrbaren linearen Achse&lt;/a&gt; geführt hat (schönes Kafka-Zitat dann im 	&lt;a href=&quot;http://anobella.twoday.net/stories/2316477/#2319711&quot;&gt;Anschluss&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unumkehrbarkeit von Momenten muss man nicht extern sammeln, die kennt man ja zur Genüge aus dem eigenen Leben. Das Verrückte ist: man &lt;b&gt;erkennt&lt;/b&gt; sie meist auch sofort, im Augenblick noch. Und doch hat man keine andere Handlungsmöglichkeit. Danach kann man nur so gerade und erstarrt wie Zidane das Spielfeld verlassen. Man &lt;b&gt;wusste&lt;/b&gt; es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Puuh. Beängstigend.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:date>2006-07-12T08:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2206403/">
    <title>Männer und Männchen</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2206403/</link>
    <description>Bei &lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/2205363/&quot;&gt;Alban Nikolai Herbst&lt;/a&gt;  gefunden</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-20T15:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2054602/">
    <title>SOS ORF</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2054602/</link>
    <description>Armin Wolf hat es in seiner &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/?url=/?id=2450151&quot;&gt;Rede &lt;/a&gt; zum Robert-Hochner-Preis ziemlich auf den Punkt gebracht. Der ORF, ein feudales Gebilde? Jetzt rührt sich jedenfalls was. Unterschreiben Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.sos-orf.at/&quot;&gt;Hier!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://conalma.twoday.net/files/SOS-ORF/&quot;&gt;SOS-ORF&lt;/a&gt; (gif, 1 KB)</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-23T05:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2041147/">
    <title>Kleiner großer Abschied</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2041147/</link>
    <description>Gestern habe ich mich getrennt. Hab mich von einem Büchlein getrennt, einem Schreibbüchlein, das irgendwann mal für 2 gedacht war, für &lt;i&gt;Die &lt;/i&gt; Zwei möglicherweise in der Intention des Schenkenden, die dann doch eher One and One (nicht mal so recht plus) blieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Wieso rutscht mir da jetzt dieser 	&lt;a href=&quot;http://www.artfilm.ch/oneplusone.php?&amp;lang=d&quot;&gt;Godard-Titel&lt;/a&gt; herein?&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Einmal soll Godard gesagt haben, ONE PLUS ONE sei nicht Zwei, sondern ONE PLUS ONE. Ein Verweis auf die Relevanz des Konstrukts und dessen Einzelteile.&lt;/cite&gt; (siehe obiger Link)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Büchlein also. Nicht mehr bei mir. Es war mir, nach einer unglücklich herbeigeführten Kommunikationsunterbrechung, Möglichkeit des Trostes und der Bezugnahme gewesen. Ich habe es aus der Hand gegeben, übergeben, keinen schlechten Händen, wie ich denke, und nach wie vor und trotzdem vertrauensvoll tat ich dies. Aber es fehlt mir. Es fehlt mir sehr! Das spüre ich gerade ganz stark beim Anhören von Mahlers Vierter. Wer hätte das gedacht ...</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-21T10:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/1851861/">
    <title>Ich-Puzzle</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/1851861/</link>
    <description>Gespräche zwischen Ich und Ich (unerheblich hiebei, ob sie in ständiger, stiller Gewohnheit gehalten werden oder gegebenheitsbedingt eine fiktive Öffentlichkeit suchen) sind wie ein Puzzle, das, irgendwann auseinandergefallen, Stück für Stück wieder zusammengesetzt wird. Und dabei entdeckt man, dass es ja nie halten konnte, weil einige wesentliche Teile irgendwo in staubigen Ecken verborgen lagen, unsichtbar für sich selbst und noch unsichtbarer für andere. Es ist nicht immer leicht, diese Puzzleteile einzufügen, denn die Paßstellen sind den Kontakt nicht gewöhnt, das kann schmerzen. Aber das so entstehende Gesamtbild macht die frühere Verzerrung erst wirklich deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dieses komplette Puzzle aber auch halten kann, in sich genügend Geschmeidigkeit entwickelt, um auch einem nahen Blick eines anderen standzuhalten, bedarf es ausreichend Zeit. Es muss sich ja erst mit sich anfreunden.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-20T15:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/1747743/">
    <title>futurum exactum</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/1747743/</link>
    <description>Eigentlich möchte ich ja zu Handke keine Stellungnahme abgeben, aber in dem bei 	&lt;a &gt;anobella&lt;/a&gt; erwähnten 	&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2006/06/L-Handke-Interv_?page=all&quot;&gt;Zeit-Interview&lt;/a&gt; kommt der schöne Halbsatz vor (das Dilemma  mit Künstlern: auch bedenklich bis verachtungswürdig wahrgenommene Figuren produzieren Schönes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*wird es ein Vergnügen gewesen sein*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende (des Lebens) sagen zu können: es war ein Vergnügen - und jetzt im Bewusstsein zu leben: es wird ein Vergnügen gewesen sein:&lt;br /&gt;
schließt das nicht ein anderes Futurm exactum, 	&lt;a href=&quot;http://steppenhund.twoday.net/stories/1747198/&quot;&gt;wenn man recht gehabt haben wird&lt;/a&gt;, aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hindert nicht die Einschränkung des Rechthabenmüssens am Vergnügenhaben? Es sei denn, man hat Vergnügen am Rechthaben?</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-26T10:14:33Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/1692431/">
    <title>Lesen gefährdet das Leben</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/1692431/</link>
    <description>Meine Lehrerin-Freundin hat für ihre Kinder immer den Spruch bereit: &quot;Wer lesen kann, ist besser dran.&quot; Das mag ja in einigen praktischen Belangen durchaus seine Berechtigung haben, unterwegs in fremden Landen zum Beispiel, wenn man hungrig nach dem besseren Lokal Ausschau hält und die Speisenkarte aber nicht entziffern kann. Obwohl, in solchen Fällen hat sich Gespür und ein Blick aufs Publikum schon sehr oft bewährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebrauchsanweisungen bleiben trotz Lesenkönnens unverständlich, nach Straßen kann man fragen, überhaupt finde ich, sollte das Gespräch viel mehr in den Vordergrund gerückt werden. Kennen Sie die aktuelle Werbung eines Mobiltelefon-Anbieters? Zwei junge Menschen an einer Bar, wortlos. Gelangweilt. Und dann der Spruch: Wozu reden, wenn man smsen kann ... oder so ähnlich. Haben Sie schon mal versucht, sms in einem schummrigen Lokal zu entziffern? Da nützt Lesenkönnen auch nix.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich konnte schon sehr früh lesen. Noch vor dem Schuleintritt. Meine Eltern haben das als Beweis besonderer Intelligenz gewertet. Im Nachhinein betrachtet finde ich, dass dieses Lesenkönnen-Wollen nur ein Ausdruck meiner Einsamkeit war. Niemand sprach mit mir, meine jüngeren Geschwister hätten dies vielleicht gern getan, verfügten aber nicht über ausreichend Worte. Zu jenem Zeitpunkt. Also fiel ich in die Welt des Lesens, der Bücher. Die spärlichen Kinderbuchregale der Städtischen Bücherei in der Rabengasse hatte ich ziemlich schnell hinter mich gebracht; zum Glück übersiedelten wir in einen anderen Bezirk. Aber auch dort war die Bibliothekarin bald verzweifelt auf der Suche nach passender Lektüre für eine 10jährige. In den Büchern fand ich mich zurecht. Im Leben draußen war ich schüchtern, naiv, immer etwas abseits. Nie gehörte ich wirklich wo dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann las ich kaum mehr, versuchte um so mehr zu leben. In vollen Zügen, wie man so schön sagt. Damals aber begann die Zeit des Denkens. Wenn ich gerade nicht lebte, dachte ich. Dieses Denken war der Ersatz für Bücher, da befand ich mich in der Sprache und damit in der Sicherheit meiner Einsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute würde ich gerne mehr lesen, ganze Bibliotheken hätte ich aufzuholen! Es reicht nur selten für ein ganzes Buch, wohl aber für  &lt;a href=&quot;http://www.volltext.net/&quot;&gt;Geschichten über Bücher&lt;/a&gt;. Das ist gefährlich genug. Da bleibt man an einzelnen Sätzen hängen, die verfolgen einen dann, prägen die Stimmung eines Tages, mehrerer Tage. Solche Sätze beeinflussen die Beziehung zu den Menschen rundum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Seit ich mit dem Schreiben begonnen habe, bin ich fest überzeugt, dass es die Wirklichkeit nur dann gibt, wenn es mir gelingt, sie in Worte zu fassen.&quot; * - Immer noch kann ich stundenlang über einem solchen Satz hängen und zurückverfolgen, dass er mich seit je durch mein Leben begleitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich mich gerade nicht mit der Sicherheit eines gelesenen Satzes oder eines eigenen Gedankens, der nicht selten durch einen gelesenen Satz hervorgerufen wird, umgebe, dann dringen Sätze von Menschen zu mir vor, die mich erreichen wollen. Diese Sätze aber bringen mein Gleichgewicht durcheinander. Ich weiß nicht mehr, woran ich mich halten soll. Ich stehe somit dem Leben hilflos gegenüber. Bis ich mich wieder an einem gelesenen Satz aufrichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, Lesen gefährdet das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zitat &lt;a href=&quot;http://perlentaucher.de/buch/22826.html&quot;&gt;Paul Nizon&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-13T19:00:08Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/1682281/">
    <title>Ich werde mein Vater</title>
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    <description>Wenn ich mir im Spiegel ungeschminkt ins Antlitz schaue, die Spuren von Müdigkeit verfolge, den Kopf etwas senke, die hängenden Wangen betrachte und die anderen erschlaffenden Partien, die grauen Haare fest nach hinten streife und mir mehr Augenbrauen dazu denke, sehe ich meinen Vater vor mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde mehr und mehr mein Vater, denke ich mir dann, und es ist nicht nur das Gesicht, das unverkennbar darauf deutet, nein, die Haltung, der Gestus, die Sprache, das Zelebrieren des Auftrittes, in fast allem meines Tuns kann ich meinen Vater verfolgen. Und auch:  in dem, wie ich Menschen in meinem Leben zulasse. Wieviel meiner Zeit ich zur Verfügung stelle. Ich sehe es und möchte anders verfahren und kann doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich meinem Vater das letzte mal begegnete, erzählte er von seinen Freundinnen: die eine ist 50, mein Alter in etwa. Die andere 60, geistig inspirierend und vorwärtstreibend. Mein Vater ist demnächst 83. Sie lieben mich, sagt er, sie lieben mich immer, und ich habe doch nur so wenige Nachtstunden übrig, die anderen gehören meiner Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche mir vorzustellen: was mache ich mit fast 83? Eine Form von Arbeit wird es geben, dessen bin ich mir gewiss. Welche Zeit aber werde ich für die nahen Menschen um mich haben? Wenn es sie denn geben wird?</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/einfach+zum+nachdenken&quot;&gt;einfach zum nachdenken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-11T07:54:00Z</dc:date>
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