<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://conalma.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://conalma.twoday.net/">
    <title>ConAlma (Soulfood.  Eat Drink Man Woman.) : Rubrik:gelesen</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/</link>
    <description>Soulfood.  Eat Drink Man Woman.</description>
    <dc:publisher>ConAlma</dc:publisher>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:date>2008-09-07T06:37:12Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/ConAlma/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/5173550/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4992495/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4927211/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4561132/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4490852/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4255749/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4121835/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4090854/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/4075926/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/3781656/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/3701381/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/3671383/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/3615397/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/2843157/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://conalma.twoday.net/stories/2697956/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/ConAlma/images/icon.jpg">
    <title>ConAlma</title>
    <url>http://static.twoday.net/ConAlma/images/icon.jpg</url>
    <link>http://conalma.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/5173550/">
    <title>Herzzeit</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/5173550/</link>
    <description>Von den Sehnsuchtspaaren, meinen persönlichen Mythen, waren mir Ingeborg Bachmann und Paul Celan das verwunschen nächste, ihrem Miteinander war nur in Gedichten nachzuspüren. Nun gibt es deren Briefwechsel editiert - er steht ganz oben auf meiner &lt;a href=&quot;http://www.buecher.de/shop/Bachmann-Ingeborg/Herzzeit/Bachmann-Ingeborg-Celan-Paul/products_products/detail/prod_id/23856528/&quot;&gt;Wunschliste&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ich habe oft nachgedacht, &quot;Corona&quot; ist Dein schönstes Gedicht, es ist die vollkommene Vorwegnahme eines Augenblicks, wo alles Marmor wird und für immer ist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Zitiert aus der Zeitung &lt;i&gt;Volltext&lt;/i&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.&lt;br /&gt;
Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn:&lt;br /&gt;
die Zeit kehrt zurück in die Schale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spiegel ist Sonntag,&lt;br /&gt;
im Traum wird geschlafen,&lt;br /&gt;
der Mund redet wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:&lt;br /&gt;
wir sehen uns an,&lt;br /&gt;
wir sagen uns Dunkles,&lt;br /&gt;
wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,&lt;br /&gt;
wir schlafen wie Wein in den Muscheln,&lt;br /&gt;
wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der Straße:&lt;br /&gt;
es ist Zeit, daß man weiß!&lt;br /&gt;
Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,&lt;br /&gt;
daß der Unrast ein Herz schlägt.&lt;br /&gt;
Es ist Zeit, daß es Zeit wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Zeit.&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-06T20:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4992495/">
    <title>Hatschi Bratschi Uuuh</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4992495/</link>
    <description>Sind Sie auch mit 	&lt;a href=&quot;http://derstandard.at/?id=3375308&quot;&gt;Hatschi Bratschi&lt;/a&gt; groß geworden? Mein kindliches Morgenland war aber doch mehr von 	&lt;a href=&quot;http://gutenberg.spiegel.de/?id=19&amp;autor=Hauff,%20%20Wilhelm&amp;autor_vorname=%20Wilhelm&amp;autor_nachname=Hauff&quot;&gt;Wilhelm Hauff&lt;/a&gt; und dem Kleinen Muck, Kalif Storch oder Zwerg Nase bestimmt.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-14T07:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4927211/">
    <title>Vermutungen und Schönheit</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4927211/</link>
    <description>Manche Vermutungen sind richtig. Viele aber auch falsch. Auf emotionalem Feld tragen die falschen Verletzungspotential in sich. Wenn Mathematiker Vermutungen anstellen, so haben sie oft mit Schönheit zu tun. Ob sie richtig sind oder falsch, stellt sich oft erst nach Jahren heraus, gar Jahrhunderten. Das nimmt nichts von deren Schönheit.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/variationen_zu_einer_vermutung_eulers_1.732803.html&quot;&gt;Fundstück&lt;/a&gt; im Zug</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-15T05:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4561132/">
    <title>Bewahrung der Erinnerungen</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4561132/</link>
    <description>Was ich an Vorweihnachten mag, ist überraschende Weihnachtspost (ja, 	&lt;a href=&quot;http://nahlinse.twoday.net/stories/4551105/&quot;&gt;Frau Nahlinse&lt;/a&gt;, es gibt auch eine der angenehmen Sorte!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zum Beispiel ein Wiener Palais eine ungewöhnliche Flasche Wein schickt - &lt;i&gt;irregular&lt;/i&gt; vom Weingut Schwarz in Andau, auch bekannt als 	&lt;a href=&quot;http://www.fohringer.at/Beschreibung-der-Weingueter/Schwarz--Johann---Andau/page_weingut/id_75/SID0/&quot;&gt;&apos;&apos;The Butcher&quot;&lt;/a&gt; und natürlich eine unverkäufliche Sonderabfüllung mit 14.5 % vol; die Gelegenheit für diesen Wein muss erst kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder dass der heurige Weihnachtsbrief des Philosophenonkels eine ganz und gar wundersame kurze Textstelle enthält, die auf neue Spuren führt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bewahrung der Erinnerungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Famen ihre Erinnerungen bewahren wollen, pflegen sie sie folgender Gestalt einzubalsamieren: Nachdem sie die Erinnerung haargenau festgehalten haben, hüllen sie sie von Kopf bis Fuß in ein schwarzes Laken, stellen sie aufrecht an die Wand im Zimmer und heften ihr ein Schildchen an, das besagt: &quot;Ausflug nach Trippstrill&quot; oder &quot;Frank Sinatra&quot;. &lt;br /&gt;
Hingegen lassen die Cronopien, jene unordentlichen und lässigen Wesen, die Erinnerungen lose zwischen fröhlichen Juchzern im Hause herumliegen und bewegen sich in ihrer Mitte, kommt aber eine Erinnerung gelaufen, liebkosen sie sie und sagen zu ihr: &quot;Dass du dir ja nicht weh tust&quot; oder auch: &quot;Gib auf die Stufen acht&quot;. Daher sind der Famen Häuser immer aufgeräumt und still wie das Grab, während in denen der Cronopien die Türen schlagen und großer Radau herrscht. Die Nachbarn beklagen sich ständig über die Cronopien, und die Famen nicken dazu vielsagend mit dem Kopfe, gehen heim und sehen nach, ob die Schildchen alle sind, wo sie waren.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;[Julio Cortazar]&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden ein Fame und eine Cronopie zum ersten Mal gemeinsam ein Festmahl kochen.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-25T12:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4490852/">
    <title>ANH verbeugt sich</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4490852/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://albannikolaiherbst.twoday.net/&quot;&gt;Alban Nikolai Herbst&lt;/a&gt; hat für die Literaturzeitung &lt;a href=&quot;http://www.volltext.net&quot;&gt;Volltext&lt;/a&gt;, welche die einzige ist, die ich lese, weshalb ich nicht weiß, ob sie eine wie keine ist oder eine wie die anderen, für Volltext also einen Text verfasst zu &lt;a href=&quot;http://www.literaturhaus.at/buch/autoren_portraits/portraits/fritz/&quot;&gt;Marianne Fritz&lt;/a&gt;. Einen vollen Text, einen Text voll Anerkennung, einen Text über Ästhetik, über Schönheit, über Haltung, über Poetik, über Sprache. Er ist eine Verbeugung vor einem Leben, das nach einer eigenen Sprache suchte, ein Plädoyer dafür. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja und gerade er, ANH, der ein so überaus mann-haftes Auftreten hat, vermag die &lt;i&gt;&quot;a-patriarchale Sprachordnung&quot; &lt;/i&gt;der Marianne Fitz so eingehend darzustellen: weil er eine stets klare und unbestechliche Sicht auf die Dinge - hier: auf Sprache - hat. Matriarchal nennt er ihre Sprache, eine, die nach einem &lt;i&gt;&quot;schweifenden Lesen&quot;&lt;/i&gt; verlange - weil die Sekunden zu einem &lt;i&gt;&quot;potentiell unendlichen Raum&quot;&lt;/i&gt; gedehnt würden. Ach, allein das macht neugierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine schöne Verbeugung.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-28T20:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4255749/">
    <title>Stürme</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4255749/</link>
    <description>&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Stürme haben gewütet&lt;br /&gt;
In diesem einen Herbst&lt;br /&gt;
Wie noch nie&lt;br /&gt;
In all den Jahren zuvor&lt;br /&gt;
Verwüstungen&lt;br /&gt;
Auf deiner und meiner Seite&lt;br /&gt;
Beide stehn wir&lt;br /&gt;
Wie Gerippe&lt;br /&gt;
Bloßglegt&lt;br /&gt;
Bis auf die Wurzeln&lt;br /&gt;
Keine Rätsel&lt;br /&gt;
Keine Versprechungen mehr&lt;br /&gt;
Einander &lt;br /&gt;
Welten&lt;br /&gt;
Anders geschaffen und&lt;br /&gt;
Unergiebig füreinander&lt;br /&gt;
Stehen wir&lt;br /&gt;
Jeder auf seinem Hügel&lt;/font face&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;[Galsan Tschinag]&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
Für M. und S.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-13T05:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4121835/">
    <title>An den Abenden</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4121835/</link>
    <description>... da ich alleine bin, stelle ich mir vor, dass er mir ein Gedicht wie dieses erzählte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;Wenn du dich kleinmädchenklein&lt;br /&gt;
An mich schmiegst und zitterst&lt;br /&gt;
Entfalte ich meine Landschaften&lt;br /&gt;
über dir&lt;br /&gt;
Gegen die Nacht&lt;br /&gt;
Die zu schwarz und zu schwer&lt;br /&gt;
Auf dir lastet&lt;br /&gt;
Faltenlos liege&lt;br /&gt;
Auch ich selber leichter&lt;br /&gt;
Und webe an dem Schmetterling&lt;br /&gt;
Der, wenn die Sterne erlöschen&lt;br /&gt;
Herüberflattern und sich&lt;br /&gt;
Auf deine Lider niederlassen wird&lt;/font face&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;[Galsan Tschinag]&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-30T20:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4090854/">
    <title>Eigentlichkeit Musik</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4090854/</link>
    <description>...dass Musik tatsächlich vom Eigentlichen ablenken kann  diesem sichtlich unter dem Eindruck einer Aufführung herausgeworfenen Satz, der umso mehr Befremden auslöst, da er von einem Auch-oder Fast- &lt;a href=&quot;http://steppenhund.twoday.net/stories/4084967/&quot;&gt;Musiker &lt;/a&gt; geschrieben ist  könnte man entgegnen, dass gerade Wagner mit seinem Gesamtkunstwerkanspruch keins der Teile vor die anderen gestellt hat. Und wenn ich hier eine Analogie aus meinem Alltagsleben nehme: da schafft ein Koch auch eine aus vielen Komponenten zusammengesetzte Einheit, und dann geht der Esser her und zerpflückt wieder in einzelne Aromen und Konsistenzen, anstatt die Wirkung des Gesamten, so wie sie ja vorgesehen war, aufzunehmen [auch ich war darob einmal gerügt worden ;-)]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir fiel aber spontan eine ganz andere Entgegnung ein: bei einem vor bald 10 Jahren stattgefundenen Kongress in Alpbach hat ein mongolischer Schamane den wirkungsvollen Satz getan, dass er das Bestreben der Menschen im Westen, mit östlichen Methoden der Meditation weiterzukommen, seltsam und unpassend fände, wo sie doch selbst eine ureigene Meditation hätten  die der Musik. Mit einem solchen Gedankengang wird der Musik eine Eigentlichkeit gegeben, die sie nicht unter und nicht über anderes stellt, aber dennoch auch für sich stehen lässt. Weshalb sie auch nicht ablenken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Schamane hat auch wunderschöne Liebesgedichte geschrieben, allein schon der Titel des Bandes ist wie ein Gedicht: 	&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Nimmer-werde-dich-z%C3%A4hmen-k%C3%B6nnen/dp/303740342X/ref=sr_1_1/302-7274021-3194402?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1184950387&amp;sr=1-1&quot;&gt;Nimmer werde ich dich zähmen können&lt;/a&gt;. Wunderschön sind sie auch dort, wo sie traurig sind, und so wähle ich heute eines dieser traurigen aus, weil um mich herum ein paar Traurigkeiten aufgebrochen sind, ich widme es jenen, die sie erfahren müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;In dir liegen&lt;br /&gt;
Tote Jahre&lt;br /&gt;
Ich darf darin &lt;br /&gt;
Nicht graben&lt;br /&gt;
Tote Zeit ist&lt;br /&gt;
Anders als&lt;br /&gt;
Tote Menschen&lt;br /&gt;
Kann aufspringen&lt;br /&gt;
Und Bosheiten anrichten.&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-20T16:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/4075926/">
    <title>Öffentliche Stehlampe</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/4075926/</link>
    <description>&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;&lt;br /&gt;
An was denkst du?&lt;br /&gt;
An nichts, wenn es gelingt.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich gestern aus dem abschließenden Dunkel des Theaters ins Münchner Abendlicht trat, dachte ich ungewohnt - nichts. Ich entfloh der Sommerabendbetriebsamkeit der Plätze, folgte meinen Füßen, die stillere Seitenwege suchten, und kam, einem leisen Klang folgend, in einen seltsam entrückt scheinenden Innenhof. Ich war wohl noch ganz im 	&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/stories/4074375/&quot;&gt;Stück&lt;/a&gt; gefangen, nahm, was um mich war, wie die Bilder eines ohne Ton abgespielten Filmes wahr. Zudem hatte sich ein leiser Schwindel meiner bemächtigt, der das Bild des Hofes zu bewegen schien. In dieser multiplen Bewegung ging ich zu den Tischen, sollte ich Platz nehmen?, das Licht der überdimensionalen Stehlampe schien so warm und tröstlich, rot, doch nicht blutrot, nicht wie der Mond der Marie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/ConAlma/images/stehlampe.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;77&quot; alt=&quot;stehlampe&quot; width=&quot;100&quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://static.twoday.net/ConAlma/images/stehlampe.jpg&apos;,438,336);return false;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/ConAlma/images/stehlampe_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich wollte nicht anhalten, wollte nicht aus der Bewegung fallen, aus der des Körpers wie aus der der Empfindung, nicht Teil des Filmbildes werden, das in dem Augenblick, wo ich es betreten hätte, klirrend zerbrochen wäre in eine nackte Wirklichkeit. Der blinde Cellospieler im Durchgang intonierte zu seltsamer Orgelbegleitung das Ave Maria, ich stürzte zurück in die vom Tage zurückgebliebene Hitze auf den Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zug las ich dann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Der Reifezustand des Subjekts bemisst sich nicht mehr an Fähigkeiten der Bedürfnis- und Umweltkontrolle, also insgesamt der Ich-Stärke, sondern an solchen Fähigkeiten der Öffnung für die vielen Seiten der eigenen Person, wie sie hier im Begriff der &quot;Lebendigkeit&quot; festgehalten werden. Wird die Persönlichkeitsentwicklung als ein Vorgang beschrieben, der sich in Schritten der Internalisierung von Interaktionsmustern als allmählicher Aufbau eines intrapsychischen Kommunikationsraumes vollzieht, so liegt eine derartige Neubestimmung des persönlichen Reifezustands auf der Hand: Als reif, als vollständig entwickelt muss dann dasjenige Subjekt gelten, das ein Potenzial an innerer Dialogfähigkeit, an kommunikativer Verflüssigung seiner Selbstbeziehung dadurch zur Entfaltung zu bringen vermag, dass es möglichst vielen Stimmen der unterschiedlichsten Interaktionsbeziehungen in seinem eigenen Inneren Gehör verschafft. Das Ziel der inneren Lebendigkeit, des intrapsychischen Reichtums hat, kurz gesagt, die Stelle eingenommen, die in der älteren Psychoanalyse die Vorstellung der Ich-Stärke innegehalten hatte.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
Die innere Lebendigkeit jedoch, diese  &lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;kommunikative Verflüssigung der Ich-Identität, die Entschränkung der inneren Dialogfähigkeit&lt;/font&gt; kann, so wird in weiteren Sätzen deutlich, auf Kosten der Fähigkeit zur Realitätsbewältigung zu gehen, wie sie der ich-starken &quot;männlichen&quot; Persönlichkeit zu eigen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung zwischen den zwei solcherart vorgestellten kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten aber: ist sie uns so bewusst möglich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Beide Zitate stammen aus dem Begleitheft zum Münchner Woyzeck, das erste von Rainald Goetz, das zweite von Axel Honneth&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-16T13:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3781656/">
    <title>Ungewiss bleiben</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3781656/</link>
    <description>Go not too near a House of Rose -&lt;br /&gt;
The depredation of a Breeze&lt;br /&gt;
Or inundation of a Dew&lt;br /&gt;
Alarms its walls away -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nor try to tie the Butterfly,&lt;br /&gt;
Nor climb the bars of Ecstasy,&lt;br /&gt;
In insecurity to lie&lt;br /&gt;
Is Joy&apos;s insuring quality.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Emily Dickinson&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag die Übersetzungen von Werner von Koppenfels nicht unbedingt, aber sie ist manchem vielleicht dennoch hilfreich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komm nicht zu nah dem Haus der Rose -&lt;br /&gt;
Verwüstung durch eine Brise / Überflutung durch einen Tau / Verscheucht seine Mauern -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Such nicht den Schmetterling zu fesseln, Übersteig nie die Schranken der Ekstase -&lt;br /&gt;
Ungewiß bleiben / Ist Schutzbrief der Freude.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-30T07:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3701381/">
    <title>Berührung</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3701381/</link>
    <description>Mit gleißenden blicken&lt;br /&gt;
anzünden die haut&lt;br /&gt;
diesen scheiterhaufen&lt;br /&gt;
ganz aus freude&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tosendes lodern&lt;br /&gt;
im körper gesang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der seele beschriebenes blatt&lt;br /&gt;
windet in hitze sich&lt;br /&gt;
tanzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rote schuhe&lt;br /&gt;
wünscht sich das herz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;a href=&quot;http://www.skarabaeus.at/titel.php3?TITNR=2244&quot;&gt;Katja Meilicke&lt;/a&gt;]</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-08T03:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3671383/">
    <title>Täglicher M-Preis</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3671383/</link>
    <description>&lt;font face=&quot;Helvetica&quot;&gt;am süßen lila kleefeld vorbei&lt;br /&gt;
zu den tannen, den zwei,&lt;br /&gt;
mit der bank inmitten,&lt;br /&gt;
dort zieht wie ein weicher flötenlaut&lt;br /&gt;
den sanften fjord,&lt;br /&gt;
blau im schilfgrün ausgeschnitten.&lt;br /&gt;
gib mir die hand.&lt;br /&gt;
die beiden tannen stehen so still,&lt;br /&gt;
ich will dir sagen,&lt;br /&gt;
was die stille rings verschweigen will.&lt;br /&gt;
gib mir die hand ...&lt;br /&gt;
gib mir in deiner hand dein herz.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://gutenberg.spiegel.de/autoren/dauthend.htm&quot;&gt;max dauthendey&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Im Papier, auf dem dieses Gedicht gedruckt ist, befand sich Tiroler Rindersaftschinken.&lt;/small&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgen werd ich zu den Tannen gehen.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-30T05:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/3615397/">
    <title>Neid</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/3615397/</link>
    <description>Dies ist der Titel von Elfriede Jelineks neuem Roman, den sie ausschließlich im &lt;a href=&quot;http://www.elfriedejelinek.com/&quot;&gt;Netz&lt;/a&gt; (unter &lt;i&gt;&lt;br /&gt;
Aktuelles&lt;/i&gt;) verfasst - als work in progress, als Privatroman. Ihre auch eingestandene pathologische Unmöglichkeit eines Lebens in der Öffentlichkeit, damit einhergehend der Neid an den Lebenden, lässt sie ausgerechnet in der Öffentlichkeit des Netzes Platz nehmen, einer Öffentlichkeit, die zugleich ist und nicht ist. Und so kann ihr Werk sein und auch nicht sein, als Stückwerk bleiben, fortgesetzt werden oder ganz verschwinden, wenn sie dessen Da-Sein nicht mehr aushält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Blogs scheinen mir wie Privatromane, noch torsohafter als das Werk einer schreibbewussten Autorin allerdings; Neid auf die Lebenden scheint auch da eines der möglichen Motive zu sein, ebenso wie das Verschwinden von oft großen Textteilen dazugehört. Man ist und ist nicht und weiß es selbst oft nicht.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-18T16:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2843157/">
    <title>Literarisches Feinkostpapier</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2843157/</link>
    <description>Die Extrawurst in Kurt Schwitters, der Gouda in Ringelnatz, die Salami in Morgenstern: wer in Tirol bei der heimischen Supermarktkette 	&lt;a href=&quot;http://www.mpreis.at/mpreis.htm&quot;&gt;M-Preis &lt;/a&gt;(M für Mölk, die Familie, die hinter diesem Unternehmen steht) seine Feinkost kauft, bekommt Lyrik als Draufgabe, auf das Einwickelpapier gedruckt. Mit dabei sind auch der Tiroler Hans Aschenwald, oder, mit neuer Südtiroler Mundartlyrik, Luis Stefan Stecher (um Tiroler Rindersaftschinken gehüllt gewesen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mai maadele, mai tschuurale,&lt;br /&gt;
mai rutschlz paalapiirl,&lt;br /&gt;
ollz, woosdr sui drzeiln wäarn,&lt;br /&gt;
hot ollm a hintrtirrl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gäa du lai piineibm af dein tonz,&lt;br /&gt;
unt lossdr nicht drzeiln,&lt;br /&gt;
itlai di räasln plian roat,&lt;br /&gt;
roat plian aa di frseiln.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-23T19:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://conalma.twoday.net/stories/2697956/">
    <title>Metaphernfeuer</title>
    <link>http://conalma.twoday.net/stories/2697956/</link>
    <description>Ich lese gerade den neuen 	&lt;a href=&quot;http://www.hoffmann-und-campe.de/go/8fbb298b-c14c-9709-6d27ce7de3438ee7&quot;&gt;Wolf Haas&lt;/a&gt;. Eigentlich ist es eine &quot;sie&quot;, nach lauter &quot;ers&quot; = Krimis eine Liebesgeschichte. (Fein, dass da jemand war, der wusste, was ich gerade brauchen könnte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mir kommt unter: &lt;cite&gt;&quot;Temperaturabfall, als hätte das Leichenschauhaus Tag der offenen Tür&quot;&lt;/cite&gt;. Das ist ungefähr in der Buchmitte, bis dahin gab es schon sehr viele Metaphern, aber bei dieser hier stocke ich. Das kann doch nicht sein, denke ich mir (ich könnte auch zitieren &quot;Das ist eine Frechheit!&quot;, doch ich gehöre ja auch zu jenen, die eher &quot;unfair&quot; verwenden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man nämlich heute für die exzessive Verwendung von unglaublichen Bildern bezahlt bekommt, z.B. als Journalist (persönlicher Bester hier: 	&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/stories/2453851/&quot;&gt;Ronald Pohl&lt;/a&gt;), oder eben ganze Bücher damit füllen kann. Und ich hab vor sehr langer Zeit, also vor 37 Jahren, das ist schon eine lange Zeit, einen Fünfer für einen ganz ähnlichen Tatbestand bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war im Akademischen Gymnasium in Wien, wir nahmen in Deutsch gerade die Odyssee durch, ich war so unglaublich inspiriert von diesen Geschichten, ich wollte ja auch unbedingt ab der Fünften Griechisch belegen, und bin bei der Schularbeit aus mir herausgegangen. Sonst war ich ja ein stilles, schüchternes Mädchen, das sich immer an die Regeln hielt und rot anlief, wenn es angesprochen wurde. Bei diesen Geschichten aus einer fernen Welt, die so ungewohnt voll Leben waren, wuchs etwas aus mir heraus. Ich schrieb und schrieb und schrieb und war danach erschöpft und glücklich. Ich war mir sicher: ich habe Großes geleistet. Ich war stolz auf mich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schularbeitenrückgabetag. Erst die Einser. Ich bin nicht dabei. Bin ein wenig enttäuscht. Denn Rechtscheibfehler habe ich nie gemacht. Aber auch bei den Zweiern, Dreiern, gar Vierern: nichts. Ich glaube an eine Verwechslung. Und dann, die sonore Stimme des sonst so gütigen Professor Schrott: Angelika, ich bin enttäuscht. Meine Ohren singen. Wahrscheinlich bin ich zusätzlich auch rot geworden. Er, enttäuscht? Das ist doch nichts gegen mein Enttäuschtsein! Ich habe gegen mein graues, kleines Leben angeschrieben, und er hat das nicht erkannt! Er hat meinen Text nicht verstanden! Alles voller roter Wellenlinien, eine Stilverfehlung nach der anderen! Mein ganzes Kunstwerk - an der interpretatorischen Enge eines Deutschlehrers erstickt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe auf der Stelle aufgehört zu schreiben. Im Sinne von Aus-mir-Herausgehen. Bis zur Matura blieben meine Texte so, wie sie erwartet wurden. Das hat mir gute Noten gesichert. Irgendwann drängten sich zwar Worte durch, die wurden auf fliegenden Zetteln gesichert, in Hefte gezwängt, aber immer in Schubladen und Schachteln verstaut. Für nicht weiter wesentlich, gar wichtig gehalten. Im Grunde halte ich es heute noch so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich habe ja noch Zeit. Es haben ganz andere erst mit 60 angefangen.</description>
    <dc:creator>ConAlma</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://conalma.twoday.net/topics/gelesen&quot;&gt;gelesen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 ConAlma</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-20T15:23:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://conalma.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://conalma.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
