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aus dem arbeitsleben

Montag, 21. September 2009

Big Sleep

Sie sehen nicht einmal gut aus, sagt Lauren zu Humphrey - wie ich aussehe, ist mir grad ganz egal. Um fünf Uhr auf, einen Text komplettiert, der dringend abzugeben war und mir gestern nicht mehr gelingen wollte - die frühe Stund schenkte mir freudiges Denken, so blieb auch noch Zeit für Bloglektüre, ehe ich aufbrach zur Körperarbeit: 29 Laufmeter aus- und neu wieder einräumen, die rechte Schulter freut sich ungemein, dazu die ganz normalen Geschäfte, die Jungs hatten wieder einen Grund gefunden, kräftig und teuer zu trinken, nur weil einer sich einen Mercedes angelacht hat. Daheim noch Kochen fürs Kind, das dann doch nicht kam, Geschirr gewaschen (händisch, die kleine Küche erlaubt keinen Geschirrspüler). Jetzt aber fall ich in den Big Sleep, bis morgen früh um sechs jedenfalls, und dann wird das Heute Schnee von gestern sein.

winterhauch

Vormittagsblick 15.9.

Donnerstag, 30. Juli 2009

open office

Mein kleines, transportables Büro ist offen für immer neue Landschaften oder neue Blicke in vertrauten.

lechabend

Beim gestrigen abendlichen "Arbeitsessen" auf 1700 Metern Höhe im Freien war ich ganz in den Bann der Bergruhe gezogen. Die Nacht kam still und langsam.

lechnacht

Heute, als wieder die Nebel übers Joch hereinzogen und ein kühler Wind den Sommer heroben relativierte, begab ich mich auf Wildkräutersuche mit dem Küchenchef. Die werd ich dann gleich im Abendmenü serviert bekommen. Diesem Haus verdanke ich schon einige Glücksmomente.

Freitag, 24. Juli 2009

Roter Morgen

roter-morgen

6 Uhr morgens, Blick Richtung Vilsalpsee. 13° - ein Unterschied von 20° innert 12 Stunden

Auf dem Weg vom Hochtal hinunter ins Alltagstal vergesse ich den Hagel, der sich in mein Autodach gegraben hat. Opus 100, Schubert, ist die wahre Morgenmusik, so höre ich. Nichts, scheint mir, fügt sich so in diese Frühe und die Landschaft in ihr. Feuchtwiesen, grüne Hänge bis hoch hinauf, und ein immerwährendes Sehnen, das von Wissen getragen ist. Als sänge ich. Von mir.


Eben aber höre ich anderes.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Waldluft

Mein Sommertraum ist Wald. Wird erst im Oktober in Erfüllung gehen, aber der heutige Interimsarbeitsplatz passt zumindest namentlich:
Tann-Heim.


Mit Hagelstimmung:

tannheim

Dienstag, 21. Juli 2009

Schneesaum

Der kalte Samstag hat einen Schneesaum auf den Graten hinterlassen.

(Temperaturdifferenz zu heute 16 Uhr: 24°)

schneesaum

Sonntag, 19. Juli 2009

Walking 'Round

Es lässt sich nicht mehr aufschieben, will ich dem Geist auf die Sprünge helfen und den am Schreibtisch erlahmten Körper wieder beweglich machen: das Einlösen des Rezeptes "3x die Woche 40 Minuten" (auch wenn das Gefühl bleibt, bitter benötigte Zeit zu verlieren - es wird noch eine lange Schreibnacht werden).

Die Glückshormone stellen sich auch sogleich ein, es erklärt sich mir Liebe. Die gegenwärtige zumindest, das ist nicht wenig, gehts doch auch um Künftiges.

Auf dem wurzelholprigen Waldweg begegnet mir immer wieder Ortsabtrünniger so manche Gestalt aus ferner Vergangenheit, der hot a scho amoi bessa ausgsegn schießt mir unwillkürlich in den Sinn.

Die nachmittags wiedergekommene Sonne war ein Genuss, denn gestern sah's noch so

bobby-braeuer

aus, da waren wir bei Bobby Bräuer zu Gast, dem Koch mit dem Schlagersänger-Namen .

Donnerstag, 16. Juli 2009

Arbeitsschwindel

Nicht Höhenluft, sondern Arbeit am absoluten Peak macht mich schwindlig. Dauerbeschuss der Tasten, ein paar Tage dauerts noch.

Mir bleibt derzeit nur, von milderen Zeiten zu träumen.

waelderhaus

Mittwoch, 8. Juli 2009

Interimsarbeitsplatz

Defereggental, 16 Uhr

arbeitsplatz2

Auf gut Glück hergefahren. In der Pension Angela war auch diesmal noch ein Zimmer frei. Komfortabel, großer Garten, gutes Frühstück, feine Betten. Ich war hier schon mehrmals, in wechselnder Begleitung. Beim ersten Mal, ich erinnere mich noch gut, saß ich am Balkon, telefonierte mit der Freundin. Er ist sehr brauchbar, höre ich mich sagen, aber die Brauchbarkeit, die wird erst im Dauergebrauch überprüfbar, auch die Umstände für das Brauchbare; deren Definition wächst erst mit der Zeit. Und so stellt sich auf einmal etwas oder Einer als brauchbar heraus, der so bislang nie angedacht worden wäre, während anderes oder ein Anderer in einer Art schwebenden Freundschaft auf eine ganz andere Weise präsent bleibt.


Bitte das Wort brauchbar nicht als opportunistischen Sexismus mißzuverstehen.

Freitag, 26. Juni 2009

Rosenläuten.

Bitte-laeuten

Donnerstag, 25. Juni 2009

Asymmetrie im Morgennebel

Schmerzen aus der Vergangenheit werden zu einem Lächeln in der Gegenwart; Abend und Morgen waren voll klärender Erzählungen, dazwischen lag ein weiteres wunderbares Essen. Der Morgenblick fällt auf die Asymmetrie der Fassade, Fenster in Unregelmäßigkeit, wie sie auf alten Gebäuden im ganzen Land zu finden sind.

Asymmetrie

Der Hirsch hat einen Blick dafür, aber ich weiß immer schon vorher, dass er gleich diese Bemerkung machen wird: Die Handwerker früher, die haben ein Gefühl für Proportionen gehabt.



Stumm, Zillertal.

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