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tv-abende

Freitag, 9. Oktober 2009

Déjà vu

When I was a young girl ....

Sonntag, 19. April 2009

Die Keller unter Berlin

Da bildet sich Wien was ein auf den Dritten Mann und all die Gewölbe und Tunnel und Gänge unter der Stadt, und dann erzählt ein Tatort von ähnliche Verzweigtem unter Berlin, inklusive Künstleratelier. Schöne Verwandtschaften.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Wein im Krimi

Schön, wenn sich die TV-Unterhaltung auch um die Weinkultur bemüht. Aber doch bitte nicht so:

Der Blick des Kommissars fällt von der Leiche auf das Beistelltischchen mit dem unberührten Abendessen. Er nimmt mit "Kennerblick" die Flasche Wein in die Hand. Oh, das letzte, was er zu sich genommen hat, war von diesem Rioja! Und dann, noch anerkennender: 40 % Syrah, 60 % Merlot - ein edler Tropfen!

Wo sind da Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano?

Donnerstag, 18. September 2008

Trintignant x 2 vs. Graue Politik

Um 22:30 auf 3sat mit Romy Schneider als Wildem Schaf. Jetzt gerade auf ARTE im Gefolge von Brigitte Bardot, dem immer lockenden Weib (ach und nicht zu vergessen Curd Jürgens!). Ihre später so demonstrativ bekundete Tierliebe zeichnet sich schon in diesem Film ab: schmollend verlässt sie das interimistische Heim, Häschen unterm Arm und Vögelchen im Käfig. Hase entläuft in einen Weingarten: flaches Land, Gobelet-Erziehung, ziemlich dichtgepflanzte Bäumchen.

Jedenfalls ein sehr bunter Film, vor allem in direkter Konkurrenz zur grauen Konfrontation Van der Bellen - Molterer. Nicht einmal das letzte Pfaffenschwendter Chutney zum Käse bringt da Pep rein. Wo ist das leuchtende Weißgrau von Heide Schmidt in all diesen Diskussionen? Auch KPÖ-Chef Mirko Messner würde einiges an Farbe reinbringen in die stets erwartbare Eintönigkeit der Diensdonnerstage. (Falls Sie sich wundern: Wahlmaschine und -kabine haben mir diese beiden samt den Grünen als meine Wahlmöglichkeiten ausgeworfen).

Samstag, 23. August 2008

Der Tod und das Mädchen

Das Lied entdeckte ich in längst vergangenen Stimmbildungs-Stunden; der Tod gelang mir besser als das Mädchen, die Angst kam mir nicht recht über die Lippen. Zum gleichnamigen Streichquartett hege ich eine emotionale Bindung, so wie mir auch andere späte Werke Schuberts lieb sind wie das C-Dur-Streichquintett, das Quartett G-Dur D887 oder die späten Klaviersonaten.

Gestern nun traf ich auf Polanskis Interpretation des Themas, ein filmisches Kammerspiel, eine beklemmende Studie zu Schuld und Sühne. Unvorstellbar, dass Musik, geliebte Musik, zum Bestandteil von Folter werden könnte.

Montag, 28. Juli 2008

La Notte

Antonioni.

Jetzt.

Freitag, 15. Februar 2008

Charme und Bourgoisie

Eigentlich war es ja das Gespenst der Freiheit, das mich gestern Nacht noch über Gebühr vor dem Bildschirm hielt - Bunuels ausreichend surrealistisches Alterswerk (freilich nicht zu vergleichen mit Chien Andalou oder L'âge d'Or). Das Wiedersehen längst vergessener Szenen beschwerte doch recht unbändiges Vergnügen, die Decouvierung einer so bemühten Bürgerlichkeit ließ mich fröhlich in die alleinige Nacht lachen. Den Diskreten Charme der Bourgoisie in der Woche zuvor hab ich hingegen viel schwerer vertragen, aber der Titel des Films führt mich zum eben beginnenden Wochenende, an dem einiges an Charme, aber wohl auch reichlich an Bourgoisie zu erwarten ist - in all ihren rühmlichen und lächerlichen Facetten.

Worauf ich mich wohl freue: Tanzabend im Palazzo. Und dass der Hirsch mit mir über die Kanäle springen wird.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Kult

Eine wertvolle Linkspende sogleich nützend, nehm ich mir dies Zitat:

Um einen Feuerball rast eine Kotkugel, auf der Damenseidenstrümpfe verkauft und Gauguins geschätzt werden. Ein fürwahr überaus betrüblicher Aspekt, der aber immerhin ein wenig unterschiedlich ist: Seidenstrümpfe können begriffen werden, Gauguins nicht. ... Die tausend Kleingehirn-Rastas embêtantester Observanz, welche erigierten Bourgeois-Zeigefingern Feuilletonspalten servieren (o pastoses Gepinkel?), um Geldflüsse zu lockern, haben dieserhalb Verwahrlosungen angerichtet, die noch heute manche Dame zu kurz kommen lassen. (Man reflektiere drei Minuten über die Psychose schlecht behandelter Optik; klinisches Symptom, primär: Unterschätzung der Damenseidenstrümpfe; sekundär: Verdauungsbeschwerden.)

[Walter Serner]

und passe es in den gestrigen TV-Abend, der ein Kult-Programm verbarg: 3sat nahm sich des allerersten Kottans an, jenes mit Peter Vogel als Kommissar. Abgesehen von aller Dichte an vergangenen Lebensumständen (Telefon mit Wahlscheibe, und das nur beim Friseur gegenüber stehend - hübsche Mini-Szene: Regisseur Peter Patzak, der sich seine dunkle Lockenpracht massieren lässt; metallene Koloniakübel, massive Bassena-Kultur und unsägliche 60er-Tapeten - und vor allem die Jugo-Gastarbeiter als Permanentverdächtige) kam den Damenstrümpfen große Bedeutung bei - denn Frauen wie die, die zur Leiche wurde, tragen tunlichst Kräuselstrümpfe, aber gewiss keine seidenen! Da hatt Herr Kottan selbst die Bedeutung der Damenseidenstrümpfe unterschätzt, und die Verdauungsbeschwerden sind in einem Haus mit Klo am Gang ohnehin öffentliches Gut ....

Freitag, 4. Januar 2008

Mondloses Nachthell

Schneehänge leuchten, Skipisten illuminieren künstlich die Nacht. Die Kinder tanzen sich die Stunden in schummrigem Kellern vom Leib, werden den nächsten sonnenhellen Tag vor dem Fenster vergehen lassen. Die Mutter fuhr und führte, isst trocknende Weihnachtskekse zum trockenen Wein, eine Ansammlung von heimischer Schauspielerelite trifft sich im seriengefassten Salzkammergut, bemühte Originalität in gut ausgeleuchteter Landschaftsidylle.

Sonntag, 21. Januar 2007

Liebe mich, filme mich

Ein schöner Themenabend auf ARTE heute: zu Paaren in der Kunst, speziell: im Film. Um 22:30 kommt eine Traumpaarung zu Bild und Wort - Ingrid Bergman und Roberto Rossellini. Im Wiener Filmmuseum läuft übrigens derzeit der Themenschwerpunkt Neorealismo!

Aber zurück zu Arte: soeben reisen und streiten Albert Finney und Audrey Hepburn. Und bitte: die Filmmusik von Henry Mancini ist mindestens ebenso wichtig wie die Darsteller!

Ich kann leider über keine geglückten Experimente bezüglich ähnlicher Arbeitsinhalt im Paarzustand berichten - mein Motto allerdings müsste noch immer sein: Liebe mich, fotografiere mich!

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