blogweise

Mittwoch, 16. April 2008

Nötigung

Aus purer Liebe tu ich, was ich sonst nicht mag - mit Vorbehalt jedoch:

1. Setze einen Link zu der Person, welche dir das Stöckchen zugeworfen hat.
Mock turtle

2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.

StöckchenspenderIn verlinken, 6 Macken nennen und 6 potentielle StöckchennehmerInnen verlinken

3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.

Eins. Die meisten Geschichten entstehen unterwegs, wenn ich sie nicht festhalten kann.
Zwei. Wenn ich ankomme, habe ich meist keine Möglichkeit, sofort ans Werk zu gehen. Die Wichtigkeit der Geschichten verliert sich später in Müdigkeit, die Erinnerung an sie verblasst.
Drei. Tägliche Geschichten auf täglichen Fahrten - welcher Erzählschatz wäre dies!
Vier. Ich erwache fast jeden Tag zwischen fünf und sieben Uhr. Ich stehe selten später auf.
Fünf. Um sieben Uhr richte ich die Schlujause für meine Tochter, damit sie zumindest einmal am Tag das Gefühl hat, die Mutter kümmere sich um sie.
Sechs. Wenn ich Wein zum Verkosten im Mund habe, spucke ich nicht mehr unbedingt. Die Herren Polizisten in ihrem Versteck an der B7 gestern hätten möglicherweise ihre Freude gehabt.


4. Stöckchen weitergeben
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!

Dienstag, 26. Februar 2008

Blog S Talking

Blogs dienen unter anderem auch dazu, sich selbst zu verfolgen, sich selbst auf die Schliche zu kommen, seiner selbst habhaft zu werden.

Dass aber ein Blog in besessenes Fahrwasser kommen kann, nahm mir, als ich es erkannte, doch den Atem. Über einen Kommentar war ich darauf gestoßen: Layout nahezu ident, jeder Eintrag ein Foto mit Text, wie die Vorlage. Die Betitelung nur eine minimale Änderung. Verfremdungen bekannter Bilder, Texte mit privaten Details, Bezugnahmen auf irgendwann einmal bereits gelesenen, reichlich Versatzstücke aus dem Leben eines von fern bekannten Menschen: was sich da über Wochen als Dokumentation einer innigen, anregenden Liebesgeschichte liest (die, wäre sie wahr, von Herzen vergönnt sei!), bekommt bei genauerem Betrachten Brüche - erotische Deutlichkeiten passen nicht zum gespeicherten Bild des Miterwähnten, es fehlen die Kommentare des üblichen Umfelds. Nach einer kurzen Irritation - Alter Ego? - eine ebenso kurze Rückfrage und die erschreckende Erklärung:

Stalking, massiv, seit längerer Zeit, nun auch Form genommen in einer Blogkopie, als wär's das Eigene; Benützung einmal veröffentlichter Bilder, als seien sie der Autorin zugehörig, Spiel mit Preisgaben im Netz, kunstvoll und kunstfertig gestaltet, sodass das unbefangene Lesen nicht nur Anziehung generiert, sondern auch den Schluss auf tatsächlich Geschehendes zulässt.

Armselig, wer durch die Einverleibung eines anderen die eigene Daseinsberechtigung ableiten glaubt zu müssen.

Samstag, 29. Dezember 2007

Winning Angel

Engerle nannten mich die Eltern, als ich ihnen noch allein zu Gefallen zu sein versuchte. Doch bald schon purzelten drei weitere solcher Wesen in die Welt, in solch kurzen Abständen, dass es mit der himmlischen Ruh' wohl aus gewesen ist. Und als sich ein Fünftes mit Respektabstand dazugesellte, waren Vater und Mutter schon weit voneinander entfernt.

Mir verschieben sich indes die Jahre und Zusammenhänge zunehmend, wähne mich inmitten meiner Kinder oft Schwester, während ich den Geschwister mütterlich begegne.

Nicht vorenthalten möchte ich Ihnen die Tatsache, plötzlich ausgezeichnete Engelmacherin zu sein:

autoengel-klein

Dieser gewinnende Schutzengel begegnete mir am Heiligen Abend.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Cronopien-Blog

Für ein Jedes gibt es ein Blog, nicht nur für Iche.

Samstag, 24. Februar 2007

Alterserscheinungen

ALT als italienisches Wort bedeutet HALT im Deutschen Folgt man Einträgen wie diesem, dann wird auch das deutsche alt zu einem Halt, im Sinne eines abrupten Stopps. Bloß keine self-fulfilling prohphecy!, möchte man dieser Dame wünschen, die den morgendlichem Faltenwurf im Spiegel offenbar als Stoppschild deutet.

Was soll diese Opferstilisierungstendenz? (widerlich weiblich wär mir fast entkommen) Die Beschäftigung mit dem Blick der anderen gibt doch das eigene Wünschen und Handeln aus der Hand! Ich gebe zu, ich bin derzeit in einer privilegierten Situation. Ich darf an einem Leben von Alter unmittelbar teilhaben, dem ein "war's das?" nie entkäme, einem Leben, das freigespielt wünscht und nimmt.

So lerne ich.

Mittwoch, 7. Februar 2007

Wo ist das Normale?

Ein über andere Wege in den Untiefen der Blogs hier gestrandeter Mensch schrieb mir, er vermisse das Normale. In all diesen künstlerisch-philosopisch-sympathischer Welten fände sich so gar nichts vom alltäglichen Leben, wovon diese Leute zum Beispiel lebten, wie sie aussähen, ach und all diese kleinen Dinge, die eine Person näher heranführten.

Nun, antwortete ich ihm, gerade dies sei das Reizvolle: kein "normales" Bild serviert zu bekommen, sondern sich dem jeweils Schreibenden über zahlreiche Beiträge langsam anzunähern, zwischen den Zeilen klänge ohnehin manches durch, und jeder begänne als dämlicher Außenseiter, erst längeres Ausharren brächte einen Zugang, der dennoch von einem im "richtigen Leben" abweicht.

Hilft denn ein Bild oder eine Berufsbezeichnung besser, den Menschen dahinter zu erkennen, oder sind es nicht vielmehr jene Beiträge, die einen mangels artiger Vorstellung nur aufgrund ihrer Texte und Präsentation zum Menschen dahinter führen?
Coolness oder Nimbus kann ich als Beweggrund für geläufige Anonymität nicht sehen - zumindest nicht bei von mir verlinkten Seiten.

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Beiträge zu meiner real virtuality

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montgelas - 2008-05-16 15:22
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ConAlma - 2008-05-15 07:35
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steppenhund - 2008-05-12 20:23
Almachtsphantasien...?
Almachtsphantasien...?
walhalladada - 2008-05-12 12:15

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