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männersorgen

Dienstag, 16. September 2008

Herrenrunde

Einer ist fast immer da. Hat das Heim an die Frau verloren, ist derweil bei den Eltern - das ist kein Daheim. Donnerstag oder Freitag kommen sie fast alle zusammen, ein, zwei Stunden, manchmal auch einen ganzen Nachmittag wie zuletzt, als die endlich unterschriebene Scheidung des einen gewürdigt werden musste. Sie kaufen und trinken ein, zwei (oder mehr) Flascherln, deren Qualität untadelig ist; die Jause dazu, die dann irgendwann sein muss, ist allerdings meist bescheideneren Inhaltes: recht ordinäre Wurst oder Käse, Chips, der Kontrast zu den Erzählungen von raren Weinerlebnissen könnte nicht größer sein. Zumeist aber sind die Themen wesentlich persönlicher: Frauen, Ehe- oder andere, eingebildete und wahre Krankheiten. Und was der, der gerade nicht da ist, schon wieder ... so viel konzentrierte Klatsch und Tratsch gereichte jeder Prosecco-Damenrunde zur Ehre! Und wenn einer mal früher gehen muss, kann er sich intensiver Nachrede sicher sein.

Ich nenne die Herren Beamten, Betriebsräte oder was immer sie sonst antreibt außer der gemeinsamen Trinkfreude nur mehr die Buben.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Statt eines Bulletins

Immer wieder aufs Neue gültig.

Dienstag, 28. November 2006

Stellt's meine Roß' in Stall ...

sang Friedrich Gulda bei einem seiner letzten Konzerte, ein halbes Jahr etwa vor seinem Tod. Ein Abschiednehmen war das Lied bereits, und ich frage mich, wie er zu diesem Zeitpunkt mit der Knappheit des verbleibenden Lebens umgegangen ist.

Ein Mann wacht auf in Panik, er e r k e n n t plötzlich, dass er eine bestimmte Sache, etwas, das ihm über alle Maßen wichtig wäre, was zur Ganzheit seines Lebens beitragen würde, niemals wird tun können. Und so entsteht die Angst vor dem Tod. Aus einem vorweggenommenen Fehlen heraus, wie es im Augenblick des Todes sein müsste.

Ist das, so fragte ich mich, als ich auf diese (noch viel weiter greifenden) Gedanken stieß, nun eine zutiefst männliche Haltung? Oder werden Frauen auch von ähnlicher Angst bewegt? Etwas nicht mehr erfüllen zu können?

Das einzige, was mir hierzu einfiele, ist der Umstand, keine Kinder je geboren zu haben, und dies dann irgendwann nicht mehr machbar ist. Dass also etwas offen bleibt, der Ganzheit eines (Frauen)Lebens fehlt. Aber deshalb die Angst vor dem Tod?

Im Durchdenken dessen, was es bedeutet, etwas n i e tun zu können, nie erreichen zu können, stößt man auf den Umstand, dass solchem Denken ein bestimmtes Bild zugrundeliegen muss vom eigenen Leben: und also die Angt, nicht der werden zu können, auf den hin man sich angelegt hat.

[vlg. Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, S. 238 ff]

Samstag, 11. November 2006

spam poetry

Die Kursleiterin der letzten Tage hat ein erfrischendes Verhältnis zu spam-Mails: sie wertet die Anhäufung von Anpreisungen blauer Pillen (mir fällt auf: die meisten Spams beziehen sich auf M ä n n e r d i n g e - deshalb stelle ich diesen Beitrag auch in die vernachlässigte Rubrik Männersorgen) als Ergebnis gelungener Verlinkung der eigenen Seite: je mehr Spams, desto besser mit Keywords bestückt sei sie.

Bei Durchsicht meiner Spams, die ich bislang immer stiefmütterlich gleich noch vom Server löschte, ohne sie groß eines Blickes zu würdigen, fiel mir nun zum ersten Mal der - na schön, poetisch wäre jetzt übertrieben, auch wenn mit poetry allerlei Schnickschnack getrieben wird - also sagen wir reizvolle Gehalt mancher Spam-Überschrift auf.

Hier ein Beispiel, gleich etwas ins Szene gesetzt, denn in einer Wurscht liest es sich nicht so gut:

oppressed to do
increase they cast them
they
that

it

Donnerstag, 31. August 2006

Männersorgen: weibliche Spiele

Auf dringlichen Wunsch also nun die Rubrik "Männersorgen". Und da ich diese nicht so einfach aus mir schöpfen kann, greife ich zur Tageszeitung. Games Convention in Leipzig. Der typische Spieler an den Konsolen und vor den PCs ist jung und männlich. Das muss sich ändern. Wie werden Spiele weiblich?
HUCH! quieke ich da ganz ungeniert laut: mit Tierpflege oder Organisation eines Reiterhofes wollen die Herren die Mädchen ködern .....!

Bei aller Tüftelei wird eines übersehen: Spielen IST männlich. Diese Form von Spielen. Es gab da mal in einem Weblog mit Tiefgang einen Eintrag dazu, aber ich fürchte, in der Ausführlichkeit dieser Seiten würde ich ihn nicht so auf die Schnelle finden.

Eine Form von Spiel aber scheint doch mehr den Frauen zu liegen, verfolgt man die Einträge zu diesem Thread ;-)

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