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aus dem reich der sinne

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Messer Gabel Hirn

Natur verändern, um sie uns einzuverleiben.

messer-gabel-hirn


Bild aus diesem Buch.


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Montag, 6. Juli 2009

Grünes Wogen

hochtannberg


Am Tag zuvor war ich mit einem Fremden in einem lauen Abend gestanden, wir hatten die Gesellschaft hinter uns vergessen und suchten den Mond, doch der wollte so früh nicht hervorkommen. Ich trank den Wein des Fremden und sah in ein gutes Gesicht - vertrauensvolle Falten und ein wacher Blick. Das ist etwas Besonderes, sagte er mit leichtem Akzent, er schien mir so besonders zu sein wie seine Weine, doch es ist nichts Sexuelles fügte er noch hinzu, legte eine Hand erst an meine Hüfte und dann durch den Ausschnitt des Kleides an meine linke Brust, so wie auch ich sie mir selbst so oft halte, er hatte eine kühle Hand. Ich legte meine Stirn an seinen Hals, je sais, je sais aussi ça. So standen wir eine Weile, möschtest du hinein fragte er, ja, ich gehe jetzt hinein, lächelte ich. Von da an war ich friedlich.

Freitag, 3. Juli 2009

Fahrende Gesellin

Ich urlaube. Dies ist jedoch keinesfalls von der Art, wie sie mir der Hirsch gerne aufdrängen möchte, mit Ruhen und Von Allem Lassen. Ich bewege mich, quer durchs Land, vor fünf Tagen noch Eisenstadt, heute Bregenzerwald.

Schwarzenberg

Bewege ich mich selbst, so lasse ich mich begleiten. Dvoraks Cellokonzert lässt mich seit einem Konzerthausbesuch unlängst nicht mehr aus; der erste Satz fügte sich wunderbar in die Vormittagsstimmung bei Zirl - erst geheimnisvoll zu den tief hängenden Wolken und just da, wo ein heller, glitzriger Klang anhub, Sonnengeschimmer überm Tal. Gewiss, es ist eine direkt in die Gefühle dringende Musik, die den Intellekt kaum fordert, und ich gestehe gerne diese meine Schwäche ein, für Sentimentales anfällig zu sein. Der zweite Satz singt so schön, ach und diese Seufzer, so wie Queyras sie bringt, sind sie unwiderstehlich, Heinrich Schiff war da viel trockener gewesen. Und eine Sehnsucht liegt in diesem Satz, die weit hinausgeht über das Lasst mich allein, vielmehr eine ist nach dem Alles, einem letzten Verschmelzen.

Oberland. Schmales Tal, steile Wände, kiefernbewachsen, wenig Platz für Sonne, für Siedlungen, für Menschen. Jammtatamm tönt es, Jammtatamm, mit dem Fuß in den Boden gestoßen beim Tanz, gegen die Felswände getreten, weicht zur Seite, lasst Raum, und noch einmal die Erinnerung, die frühe und nun tote Liebe - nur den Schluss, das fast trotzige und geradezu banale dadadamm, den mag ich nicht.

Ich werde wieder wechseln auf jene Stücke, die ich zuvor wie besessen hörte im Fahren, wieder und wieder, Schubert op. 99 und 100. Unbequemer, fordernder.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Wien ist voller schöner Frauen

mumok

Donnerstag, 25. Juni 2009

Dazwischen.

Sinneswandel: Vor

Davor

und nach

Danach

einem wunderbaren Essen.


Die Spruchsteine stehen im Garten des Strasserwirts

Freitag, 5. Juni 2009

Traumschleuder

Die Träume werfen mich in ein paralleles Leben, führen mich durch längst vergessene Räume - Fortsetzungsgeschichten in aller Klarheit.
Wenn mich das knackende Kauen der Kätzin kurz in mein Zimmer zurückholt, haftet mein Kopf ruhig in der Senke des Kissen, was aber darin, wie der Rest des Leibes, scheinen noch nicht da.

Nur Mond scheint.


junimond

Blick übern Hof




rêveries

Mittwoch, 27. Mai 2009

Herzplatz

femme



Wem schrieben Sie ein solches Bild zu?





être femme c'est fatal

Donnerstag, 7. Mai 2009

Sex, alterlos.

Wie schön: Oswalt Kolle ist höchst lebendig. Und offenbar tut auch bei Sex in reiferen Jahren immer noch Aufklärung not. In diesem Interview stehen ein paar nette Sätze wie Wer früher anfängt, hört später auf - wobei das "früher" schon diskussionswürdig ist, weil das früh ebenso relativ ist. Oder Ich war schon mal 36, aber Sie noch nicht 80 - das könnte auch der Geliebte gesagt haben. Jedenfalls könnte ich zum spät aus eigener Erfahrung beitragen - wie sich achtzig durchaus wie siebzehn anfühlen.


Hinweis: Heute ist Herr Kolle in Wien zu hören, bei der Ausstellung The Porn Identity.

Montag, 27. April 2009

Abendblick 5

karlsplatz


Zwischen Sibelius und Schostakowitsch.

Montag, 8. Dezember 2008

Achteinhalb: sweet

Von einem seiner gelegentlichen Strasbourg-Ausflüge hatte der Hirsch noch eine Entenstopfleber in der Kühlung - die haben wir gebraten, auf jeder Seite eine Minute, dazu Gewürztraminergelee, Briochetoast und den mit picksüßem Pedro Ximenes aufgegossenen und zu Karamell erstarrten Bratensatz. Und: Rieussec 1998 - ein Freundesgeschenk, süß und freudvoll fließend. Grund für die mit dem letzten Glas einhergehende ungewohnte Gefühlsbekundung?

Üppigen musikalischen Rahmen bot die Götterdämmerung live.

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