Sonntag, 28. Februar 2010

Sünde wider den Tag

Föhn, 16° mindestens, zeitweise sonnig.

Ich schiebe und verschiebe, was zu tun wäre.
Dilettiere bei der Synchronisation meines neuen uuuuh-Phone, das noch immer nicht all das tut, was ich gern hätte.
Und ich bade in Selbstmitleid, trage seit Wochen die 28 Jahre vor mir her, anstatt sie einfach nicht zu sehen, wie der Hirsch es tut.
Dann war ich, anstatt durch den Wald zu laufen, im Kino, am hellichten Tag, auf Empfehlung, und wurde nicht unbedingt positiv an mich gemahnt. Zwar nicht up in the air, aber on train, oder sonstwie around, bloß nicht in einem Zuhause, und am liebsten nur ein kleines Köfferchen besitzen, wie ich es selbst da erwähnte, im Kreis der Stellverteter, dabei wüsst ich nicht mal, was sich darin befände, Stifte vielleicht, und Papier, doch was sonst, was nicht Ballast wäre?

Den Wecker für fünf Uhr morgens gestellt. Da pfeifen schon längst die Vögel.

wo sie ruhen

friedhof

Einer der schönsten Friedhöfe, die ich kenne - der in Frau Katizas Schneedorf.

Montag, 22. Februar 2010

crimson

crimson edge las ich unlängst in einer Weinbeschreibung, und da fielen mir die wieder ein.


Nicht alles verarbeitet, was heute anstand, aber den Tag doch mit Anstand rumgebracht: neue Telefonverträge erledigt, längst fälligen Text abgeliefert, und morgend- wie abendliches Vogelgezwitscher, das sich seit Lichtmeß immer mehr intensiviert, lässt in der Frühjahrmüdigkeit auch Platz für Hoffnung.

Weak Week

frau-hitt


Frau Hitt, schau oba!

Sonntag, 21. Februar 2010

T.A.O.

Von der Erde zum Himmel: was ein Klebefehler ausmachen kann:

terraO

Donnerstag, 18. Februar 2010

Stürme

Der Föhnsturm hat den Narrensturm vertrieben, auch die letzten Girlandenschnipsel wird er noch verblasen haben.

schnipsel

Rundum wehen auch andere Stürme, Herzensstürme, und selbst wenn's nur ein Lüfterl ist, bewegt es doch und trägt die Wortschnipsel um die Gedankengebäude.

Isabella war zuvor sehr schön.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Salzkruste

Es gibt erst Austern, ich bringe Roséchampagner. Und dann - dreh dich um, schau nicht - Wolfsbarsch in der Salzkruste. So eine Kruste umgibt auch uns, immer wieder, denk ich mir, nur stundenweise ist sie leicht zu brechen, doch dann fügt sie sich plötzlich wieder zusammen, so schade, denn was sich drunter verbirgt, schmeckte so gut!

salzmantel

Dieser Fisch so frisch ist gar!

Montag, 15. Februar 2010

geil ... baasd

Gespräch am Ausstieg kurz vorm Endbahnhof:

Seavas, griaßdi!
Mia soitn amoi was ausmachn!
Baasd, gemma essen?
Baasd, zum Running Wok, des is geil!
Baasd, oda zum Mexikaner, is a geil!
Jo, baasd. Mach ma uns amoi was aus.
jo, baasd
Baasd, seavas, pfiatdi!

junger Mann, junge Frau, etwa 25

Eine Stunde zuvor, das Aufstehen um sechs Uhr fällt selbst nach Lichtmeß noch schwer, ein Nachschlummern im Zug ist willkommen. Plötzlich eine Durchsage: Aufgrund der jüngsten Fahrplanänderung ist es für Sie zu erheblichen Veränderungen in ihrem täglichen Ablauf gekommen, Sie mussten ihre gewohnten Fahrtzeiten abändern, das tut uns Leid. Und so möchten wir uns mit einem kleine süßen Gruß dafür bedanken, dass Sie uns trotzdem treu geblieben sind. Und dann spazieren Zugführer und Schaffner durch die Wägen und verteiln Schokolade. Tiroler Edle, um genau zu sein, den Tiroler Edlen, Sonderedition zum Andreas-Hofer-Jahr. Die größte Freude hatten sichtlich die beiden ÖBB-Beamten, die mit diesem bisschen Geben aus ihrer gewohnten Rolle schlüpfen konnten.

Nach einem langen Tag und abendlicher Verkostungsmoderation bei den Weinbrüdern erschöpfter Vorschlummer im Zug, und wieder eine überraschende Durchsage, kurz vorm letzten Halt, in lupenreinem Unterländer Dialekt von der Lokführerin gesprochen: So, Leitln, tuat's enk pfiatn, i winsch enk no an schen Faschingsausklang!

Baasd.

zerplatzte-traeume

Und die Kleinstadt, in dieser Rosenmontagsnacht, um 23:45, ausgestorben.

Sonntag, 14. Februar 2010

Ich war aus.

Vorsätzliche Verabredung mit einem Twonight-Stand aus der jüngeren Single-Vergangenheit. 17 Jahre Altersdifferenz machen weder ihn zum Jüngling noch mich zur ergrauten Reifen, zu nah sind die Gedanken, von entspannter Offenheit die Sätze und groß das Vertrauen. Das Feierabendachtel unterliegt einer wundersamen Vermehrung, ich nehme uns die Last der Versuchung und bleibe noch auf ein paar Sätze mit der Trinkfreundin vergangener Jahre, die Achtel mehren sich weiter. Wir wundern uns, dass dem jungen DJ des Abends ein so erinnerungskompatibles Musikprogramm gelingt, nach Mitternacht wird die Versuchung zu Bewegung spürbar, der Rhythmus lockender.

Die neue Nachtbegleiterin der Freundin, deren Männerlust bis hin zum örtlichen Swingerclub immer etwas Flüchtendes anhaftete, freut sich über die Idee eines gemeinsamen Trinkabends, ja guten Wein habe sie auch daheim. Dann ziehen die beiden ein Lokal weiter; beim Verlassen der Bar streift mein Blick einen einstmals sehr jungen Mann, der damals in einer jener verzweifelten Nächte meinen Weg gekreuzt hatte. Schön war er gewesen, und wohlgeformt, und die Sommernachtstille draußen beim Reitstall kann ich immer noch riechen.

aus

Die Außenschlafstelle im Büro, sohnbesuchbedingt, schien mir in dieser Nacht besonders heimelig.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Rhetorisch bewanderte Verhältnisse

K., rhetorisch bewandert, werden Verhältnisse mit mehreren Mitarbeiterinnen nachgesagt.

aus: Der Standard


Dieser Satz unterstellt einen direkten Zusammenhang von Sprechbegabung und erotischem Erfolg und lässt mich rückblickend schaudern: meine Liebeslaufgeschichte als eine Sammlung rhetorischer Verhältnisse? Liebestaumelnd verfallen um der Sprache willen?

Sie sind

Du bist nicht angemeldet.

Sie lesen:

Beiträge zu meiner real virtuality

sehsucht

Neu-Brasilien

Was gibt es Neues?

love
I saw a hope in the game. sex doll
ulovesexdoll - 2018-12-13 06:51
Wow, ich mag das Licht...
Wow, ich mag das Licht und die Anzüge! Vokalmusik ist...
karrri - 2014-06-24 12:18
einfach nur schön finden...
einfach nur schön finden geht auch
uferlos - 2011-10-08 00:28
lasst mir noch ein bissl...
lasst mir noch ein bissl zeit. vielleicht gibt es ein...
ConAlma - 2011-10-07 11:40
Was gab's denn so wichtiges...
Was gab's denn so wichtiges anderswo?
rinpotsche - 2011-10-07 00:37
!
!
books and more - 2011-10-07 00:30
sang und klanglos :-(
sang und klanglos :-(
profiler1 - 2011-10-06 21:55
Erwischt... und Sie fehlen...
Erwischt... und Sie fehlen...
katiza - 2011-10-06 10:34

wo?

angel underline de ätt kufnet dot at

Suche

 

Status

Online seit 7491 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2021-07-15 02:08

Credits

Web Counter-Modul

kostenloser Counter


adventkalender
aus dem arbeitsleben
aus dem kulturbeutel
aus dem reich der sinne
Autofahrer unterwegs
begebenheiten
blogweise
einfach zum nachdenken
es wird ein wein sein
farben
filmblicke
fundsprüche
gehört
gelebt: kitsch und literatur
gelesen
geschichten aus dem großraumwagen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren