kollateralschäden
Ich komme soeben aus dem Kino, Matchpoint von Woody Allen. Ich habe so gut wie alle Filme von Woody Allen gesehen, eine Zeit lang gehörte es zur intellektuellen Pflicht, und Diane Keaton war in ihren New-York-Rollen ein Inbegriff für ... ich weiß nicht mehr.
Ich hatte heute Aufheiterung gesucht, Ablenkung, doch ich war nicht informiert gewesen, sonst hätte ich eine Harmlosigkeit im Fernsehen vorgezogen, so aber blieb ich nach dem Film wie mit einem Faustschlag in die Magengrube übrig, den Kopf dröhnend vor lauter Caruso-Verdi-Arien.
Der Zynismus der Geschichte war heute gänzlich unpassend; über die Größe, darüber hinwegzusehen, nicht tangiert zu sein, verfüge ich derzeit nicht. Nach der alten Frau und dem ungeborenen Kind fühlte ich mich als weiterer Kollateralschaden - als hätte es Woody Allen darauf angelegt, den Zuschauer mit der Schuld der Hauptfigur aus dem Film zu entlassen.
Einziger Trost war mir, dass der liebende Mann in der anderen Stadt den Film zeitgleich mit mir gesehen hat. Es nahm mir etwas von der Last.
Ich hatte heute Aufheiterung gesucht, Ablenkung, doch ich war nicht informiert gewesen, sonst hätte ich eine Harmlosigkeit im Fernsehen vorgezogen, so aber blieb ich nach dem Film wie mit einem Faustschlag in die Magengrube übrig, den Kopf dröhnend vor lauter Caruso-Verdi-Arien.
Der Zynismus der Geschichte war heute gänzlich unpassend; über die Größe, darüber hinwegzusehen, nicht tangiert zu sein, verfüge ich derzeit nicht. Nach der alten Frau und dem ungeborenen Kind fühlte ich mich als weiterer Kollateralschaden - als hätte es Woody Allen darauf angelegt, den Zuschauer mit der Schuld der Hauptfigur aus dem Film zu entlassen.
Einziger Trost war mir, dass der liebende Mann in der anderen Stadt den Film zeitgleich mit mir gesehen hat. Es nahm mir etwas von der Last.
ConAlma - 2006-01-25 23:48
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