Nachtzug nach L.

Nein, nicht Lissabon. Langenlebarn. Das klingt exotischer als es ist.
Im Bahnhofscafé am Umsteigebahnhof hängt ein überdimensionierter Kristalluster viel zu tief in den saalartigen Raum. Der Stutzflügel dienst als Zeitungsablage. Zigaretten und mehr als ein großes Bier scheinen zum Standardfrühstück der Gäste hier zu gehören. Radio Wien schallt unbekümmert in die Morgentraurigkeit.


Edit: Auf dem Klavier lagen aber doch auch Noten. Nec aspera terrent - 'Nichts schreckt uns' war dieser Marsch eines Herrn Blankenburg übersetzt: nicht unpassend, und fügte man noch das 'Herbe' ein, war die Morgenstimmung an diesem Ort noch besser eingefangen!
vino - 2006-12-29 07:39

Langenlebarn - Morgentraurigkeit

verehrte und geliebte ConAlma, das klingt so gar nicht nach Ihnen. Zum Jahreswechsel so eine Kulisse? Aber es ist ja noch Zeit um ein schönes wärmendes Plätzchen zu finden. In diesem Sinne wünsche ich schon jetzt alles Liebe, Gute und Gesundheit für das neue Jahr. Und rutschen sie mit gutem Essen, phantastischen Wein und lieben Freunden rüber.

alles Liebe
vino

ConAlma - 2006-12-29 22:48

Danke für die lieben Wünsche - das wärmende Plätzchen ist mir gewiss! Und ein nicht mehr ganz junger Bordeaux ist auch vorgesehen ....
rosenherz - 2006-12-29 10:30

Langenlebarn, dass klang für mich als damals junges Mädchen nach Leberschaden, den man bekommen könnte, wenn man dort lange Zeit lebt. Wenn wir (in der St.Pölner Gegend beheimatet) als Jugendliche von Langenlebarn sprachen, dann erschien mir diese Gegend am Ende der Welt und am Ende des Lebens zu sein.
Ob eine Reise im Zug nach Langenlebarn ähnlich erlebnisbereichernd wirken kann, wie eine Reise nach Lissabon, mag eine vielleicht nie eindeutig zu beantwortende Frage sein.

ConAlma - 2006-12-29 22:52

Die Gegend i s t am Ende der Welt, da helfen auch zwei formidable Gasthäuser (Floh, Roter Wolf nicht.
walhalladada - 2006-12-29 16:05

Gehn Sie beißen im' "Floh", dann werden Sie wieder...

ConAlma - 2006-12-29 22:46

Danke, ich war "beißen" im Floh, Sitzungsgebeisse, schon wieder vorüber und daheim. Die Morgentraurigkeit war außerdem eine des St.Pöltner Bahnhofscafés, ich war "nur" von einer Zugnacht gerädert.
nömix - 2006-12-31 10:01

Dass im St. Pöltner Bahnhofscafé ein (wie die Noten vermuten lassen) gelegentlich bespieltes Klavier steht, ist tatsächlich eine unerhörte Geschichte. Fast schon bizarr.

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