Trinken um des Weines willen
Ich war eingeladen. Ich war unhöflich und versuchte höflich zu bleiben. Ich verweigerte den Prosecco. Bier trinke ich nur, wenn ich nach einer Wanderung verschwitzt in der Almwirtschaft ankomme. Obwohl das sehr malzige Maxlrainer Schlossweisse ein interessantes Exemplar dieser Getränkespzies gewesen wäre.
Ich aber bat um Wein. Weißwein. Die hochgezogene Augenbraue meiner Freundin deutete bereits auf die angenommene Kompliziertheit meines Getränkewunsches in dieser Partysituation. Der Kühlschrank war nämlich mit Bier und Prosecco vollgestopft, das einzige greifbare Flascherl Weißwein war ein schlichter, um nicht zu sagen mäßiger Veltliner. Ich blieb also höflich und akzeptierte den Wein.
Doch bereits nach wenigen Schluckproben war mir klar, dass ich diesen Wein nicht mal um des Trinkens willen zu mir nehmen könnte. Nach höflichen zwei Gläsern, die zu meiner Müdigkeit noch Traurigkeit hinzugesellten, wagte ich eine weitere Unhöflichkeit und verlangte nach einem "ordentlichen" Wein, diesmal in rot, weil die Suche da hoffentlich einfacher sein würde.
Mit einem - gespielten? - indignierten 'jetzt nehm ich einen, den du selbst mitgebracht hast, der muss ja dann passen' servierte mir die Freundin das Glas dunklen, schweren Weines. Der Wein war gut, ich hatte keine Ahnung, was es war, Röstaromen, feine Würzigkeit, schwarze Johannisbeere - ein barriquelastiger Merlot aus Navarra, wie sich herausstellte, den ich selbst noch nicht getrunken hatte.
Und doch konnte ich mich nicht daran erfreuen. Nicht der richtige Wein zum Dahintrinken, aber das war es nicht. Bin ich so ein Snob, dass ich mit Getränken um des Trinken willens nichts anfangen kann und will? Kennt mich die Freundin so wenig, dass sie nicht weiß, dass ich Wein um des Weines willen trinke?
Letzteres werde ich wohl mit einem Besuch samt einer Flasche trinkwerten Weines herauszufinden versuchen ....
Ich aber bat um Wein. Weißwein. Die hochgezogene Augenbraue meiner Freundin deutete bereits auf die angenommene Kompliziertheit meines Getränkewunsches in dieser Partysituation. Der Kühlschrank war nämlich mit Bier und Prosecco vollgestopft, das einzige greifbare Flascherl Weißwein war ein schlichter, um nicht zu sagen mäßiger Veltliner. Ich blieb also höflich und akzeptierte den Wein.
Doch bereits nach wenigen Schluckproben war mir klar, dass ich diesen Wein nicht mal um des Trinkens willen zu mir nehmen könnte. Nach höflichen zwei Gläsern, die zu meiner Müdigkeit noch Traurigkeit hinzugesellten, wagte ich eine weitere Unhöflichkeit und verlangte nach einem "ordentlichen" Wein, diesmal in rot, weil die Suche da hoffentlich einfacher sein würde.
Mit einem - gespielten? - indignierten 'jetzt nehm ich einen, den du selbst mitgebracht hast, der muss ja dann passen' servierte mir die Freundin das Glas dunklen, schweren Weines. Der Wein war gut, ich hatte keine Ahnung, was es war, Röstaromen, feine Würzigkeit, schwarze Johannisbeere - ein barriquelastiger Merlot aus Navarra, wie sich herausstellte, den ich selbst noch nicht getrunken hatte.
Und doch konnte ich mich nicht daran erfreuen. Nicht der richtige Wein zum Dahintrinken, aber das war es nicht. Bin ich so ein Snob, dass ich mit Getränken um des Trinken willens nichts anfangen kann und will? Kennt mich die Freundin so wenig, dass sie nicht weiß, dass ich Wein um des Weines willen trinke?
Letzteres werde ich wohl mit einem Besuch samt einer Flasche trinkwerten Weines herauszufinden versuchen ....
ConAlma - 2006-03-12 10:32
Bier statt Wein
Sie: "Du bist doch Weinkenner?"
Ich: "Naja, ein bissl halt."
Sie: "Warum trinkst Du dann Bier?"
Ich: "Genau deshalb :-) !"
Vielleicht sollte ich mir doch ans Bier gewöhnen; nicht überall ist das Leitungswasser Quell der Freude ....