Der Weinentertainer: René Gabriel in der Wachau.
Ich kenne René Gabriel als vergnüglichen, humorvollen Bordeaux-Autor. Ich kenne ihn als stets fröhlichen und mitreissenden Präsentator. Ich kannte ihn nicht als Sänger und Entertainer!
Das hat sich geändert, ich war am vergangenen Sonntag beim Veltliner-Fest im Loibnerhof der Familie Knoll dabei. Es waren ziemlich viele Schweizer gekommen, der Weinbauverein Zentralschweiz zum Beispiel, oder der Männerkochclub Willisau - und so geballte Vereinskraft ließ den Abend zunächst ganz kurz nach gemütlicher Kaffeefahrt mit Musikbegleitung aussehen - wenn da nicht die erkleckliche Ansammlung an Veltliner Federspielen gewesen wäre, als reichlich fließender Aperitif, denn zum Menü gab's dann ausschließlich Smaragde. So kam man ganz zwanglos ins Plaudern, mit anderen Gästen aus Wien, Tirol oder Berlin, und als es ernsthaft losging mit dem musikumrahmten Abend, war die Stimmung schon gut.
Das Menü war sehr fein (ganz großartig in Qualität und Zubereitung das Geschmorte und Gebratene vom Waldviertler Milchkalb, mit vielen vielen Steinpilzen), die Smaragde durchwachsen (Jäger aus Weissenkirchen hielt sich gut neben den Namhaften), die Musikbegleitung zwischen den Gängen und danach: einfach zum Tanzen! Nein, eine solche Stimme hätte ich ihm nicht zugetraut, smooth bei Nat King Cole und anderen Evergreens, eine Superschmeichelstimme mit Gitarrenbegleitung oder Begleitband aus dem Synthesizer. Das ließ mitswingen, mitsingen und vor allem: tanzen. Hatte ich mir nicht schon lang ein Diner mit Tanz gewünscht? Hier war es! So sah ich mich denn auch plötzlich übers Parkett fegen, einen lupenreinen Boogie hinlegend wie schon seit Jahren nicht mehr - gute Führung halt! *Knickserl*
Was mich begeistert hat, auch wenn das wiederholte "Mariandl" nur mit übermäßigem Genuß von Lokalkolorit zu erklären und damit zu ertragen war, lag in der Nonchalance und Souveränität von René Gabriel, mit der er durch sein Musikprogramm führte: entwaffnend selbstverständlich und offen.
Den ruhigen Ausklang erfuhr ich dann am Tisch der Familie FX Pichler, wo noch ein paar erlesene Feinheiten zur Verkostung kamen: Grüner Veltliner M 05, ein mehr als mächtiger Wein, oder der von mir bevorzugte Riesling Kellerberg 05, aber auch Riesling Schütt 02 von Knoll, Hirtzberger Honivogl 04 ...
Ein ausgedehnter Spaziergang am Nachmittag hatte mich noch durch die Weingärten Loibens geführt, am Fuße des Loibenbergs fand ich einen reich tragenden Brombeerschlag, die verlassenen Weingärten zwischendurch, alte Weinstöcke mit schwer hängenden Trieben legten einen Hauch von Melancholie über die spätsommersonnendurchflutete stille Landschaft. Die 24 Stunden Wachau und retour waren kein unnützes Unterfangen.
Das hat sich geändert, ich war am vergangenen Sonntag beim Veltliner-Fest im Loibnerhof der Familie Knoll dabei. Es waren ziemlich viele Schweizer gekommen, der Weinbauverein Zentralschweiz zum Beispiel, oder der Männerkochclub Willisau - und so geballte Vereinskraft ließ den Abend zunächst ganz kurz nach gemütlicher Kaffeefahrt mit Musikbegleitung aussehen - wenn da nicht die erkleckliche Ansammlung an Veltliner Federspielen gewesen wäre, als reichlich fließender Aperitif, denn zum Menü gab's dann ausschließlich Smaragde. So kam man ganz zwanglos ins Plaudern, mit anderen Gästen aus Wien, Tirol oder Berlin, und als es ernsthaft losging mit dem musikumrahmten Abend, war die Stimmung schon gut.
Das Menü war sehr fein (ganz großartig in Qualität und Zubereitung das Geschmorte und Gebratene vom Waldviertler Milchkalb, mit vielen vielen Steinpilzen), die Smaragde durchwachsen (Jäger aus Weissenkirchen hielt sich gut neben den Namhaften), die Musikbegleitung zwischen den Gängen und danach: einfach zum Tanzen! Nein, eine solche Stimme hätte ich ihm nicht zugetraut, smooth bei Nat King Cole und anderen Evergreens, eine Superschmeichelstimme mit Gitarrenbegleitung oder Begleitband aus dem Synthesizer. Das ließ mitswingen, mitsingen und vor allem: tanzen. Hatte ich mir nicht schon lang ein Diner mit Tanz gewünscht? Hier war es! So sah ich mich denn auch plötzlich übers Parkett fegen, einen lupenreinen Boogie hinlegend wie schon seit Jahren nicht mehr - gute Führung halt! *Knickserl*
Was mich begeistert hat, auch wenn das wiederholte "Mariandl" nur mit übermäßigem Genuß von Lokalkolorit zu erklären und damit zu ertragen war, lag in der Nonchalance und Souveränität von René Gabriel, mit der er durch sein Musikprogramm führte: entwaffnend selbstverständlich und offen.
Den ruhigen Ausklang erfuhr ich dann am Tisch der Familie FX Pichler, wo noch ein paar erlesene Feinheiten zur Verkostung kamen: Grüner Veltliner M 05, ein mehr als mächtiger Wein, oder der von mir bevorzugte Riesling Kellerberg 05, aber auch Riesling Schütt 02 von Knoll, Hirtzberger Honivogl 04 ...
Ein ausgedehnter Spaziergang am Nachmittag hatte mich noch durch die Weingärten Loibens geführt, am Fuße des Loibenbergs fand ich einen reich tragenden Brombeerschlag, die verlassenen Weingärten zwischendurch, alte Weinstöcke mit schwer hängenden Trieben legten einen Hauch von Melancholie über die spätsommersonnendurchflutete stille Landschaft. Die 24 Stunden Wachau und retour waren kein unnützes Unterfangen.
ConAlma - 2006-08-16 15:34
einfach nur genießen
Und könnte es sein das du nun bei der nächsten Stafel von "Dancing Stars" mit dabei bist? ;-)