Donnerstag, 7. Januar 2010

Die Idee dahinter

Was ist die Idee dahinter
wär zu fragen
anstatt du hast getan
oder vielmehr nicht getan
mit Silberbesteck zu servieren
denn es schweben zwei Ideen von Leben im Raum
und kriegen sich nur schwer zu fassen.

Der letzte Mann.

Du bist mein letzter Mann
dachte sie, als sie ihn nahm.
Doch die Wahrheit ist,
dass sie die letzte Frau sein wird
für ihn.
Und daran trägt.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Elternerscheinungen, nachts.

Ich lag bei meinem Vater, und es war nichts Seltsames daran. Doch wenngleich unsere Leiber nackt waren und die Umarmung innig, blieb letztlich doch das, was Mann und Frau sonst verbindet, ungetan. Das zärtliche Empfinden aber war groß.
In der selben Nacht machte mir meine Mutter Vorwürfe, ich spionierte ihr nach. Sie glaubte, es mit den Farben beweisen zu können, die meine Wohnung belebten, weil ich doch solche Farben sonst nicht hätte, nie gehabt hätte, und die müssten von ihr stammen. Du weißt doch gar nichts von meinem Leben, erwiderte ich, aber du, malst du denn heimlich? Und verschämt gestand sie dies, ja, und ich sagte ihr nicht, dass ich wohl in eine kleine Schublade geschaut hatte und darin Färbiges erblickt hatte.

Doch zwei Nächte später saß ich mit meiner Mutter, und sie hatte ihre Hand an meinem Geschlecht, eine kundige Hand, und auch daran war nichts Seltsames, denn ich war ja ihr Kind, und sie musste mich kennen.

farben


Ich habe nicht darüber nachgedacht, was diese Träume bedeuten sollen, ich habe nur versucht, sie in groben Zügen zu behalten.

Sonntag, 3. Januar 2010

ohn Frag

Warum
weil
bist du da
ich sonst kein Zuhause hab
aber du fragst ja nicht
weil du die Antwort
nicht hören willst
die ich dir geben müsste
und eben diese Antwort
dir auch nicht geben mag
deshalb warte ich auch nicht auf die Frage
dass ich da bin
ist einfach so.

Freitag, 1. Januar 2010

Ich hab getanzt heut nacht ...

Es war ein fröhlicher, ausgelassener Silvesterabend gewesen, wir sind zum Essen ausgefahren, der Hirsch und ich, weil ich ihm die Küchenarbeit nicht schon wieder zumuten wollt und ich von der Tagesarbeit ohnehin zu müde gewesen wäre, wozu gibt es denn die Profis, die damit (gutes) Geld verdienen und noch Besseres drum zubereiten, gar köstlich auch die Weinbegleitung, zur intensivsten Rinduppe seit langem, dunkelgoldenes Konzentrat, ein gelbgoldner Wein, 1986 Roter Veltliner Mantlerhof, ach und Champagner zuhauf, und dann ließen wir uns noch in die Bar beim Bahnhof chauffieren, dort waren sie schon ausgelassen, und ich hab mit den schönen Frauen ebenso ausgelassen getanzt, dieweil der Hirsch sich am Gin Tonic festhielt und erstaunt zusah.

sausundbraus

Nach George Prêtre im Musikverein, der das Neujahrskonzert mit so viel Feingefühl und Zartheit ausstattete,mit Witz sowieso, zog ich mich in des Geliebten Küche zurück, um Ossobuco zu schmoren für seine Töchterfamilien, und so saßen wir und speisten und tranken im Salon, und das Neue Jahr begann wie das Alte endete, Saus und Braus!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Was mir vom Jahr geblieben ist.

  • Zu sehen, sie die Kinder mit Riesenschritten in ein verantwortliches Eigenleben wachsen.
  • Dass aus Begegnungen Freundschaften wachsen, aus Berührungen Vertiefungen.
  • Eine Fülle an Blicken: auf Berge, Täler, Wiesen ... und Teller ;-)
  • Dass die Freude am Wein eine ohne Wachstumsgrenzen ist.
  • Die Versöhnung mit meinen Illusionen, die wesentlicher Teil meiner Heimat sind.
  • Die Erfahrung, dass auch bei Zuviel an Arbeit, die doch ein Zuwenig am Konto ergibt, der Ideenfluss nicht versiegt.
  • Dass das nächste sein wird, was es ist.
  • Ja und: dass eine Verbindung ihre Kraft nicht verliert, inmitten aller zerrender Dynamiken.
Auf ein wohlgemutes Jahr, in dem auch die Lustbarkeiten ihren Platz finden mögen!

nebelruh

Mittwoch, 30. Dezember 2009

coming home

Je seltener, umso intensiver: wann immer ich Wiener Boden betrete, geht mir das Herz so auf, wie es nirgends sonst aufgeht, es ist dieses Daheim-Gefühl, das mich dann überwältigt.

stadtpark

Der Abend brachte milde Regenluft, es roch fast frühlingsfrisch im Park, die Enten im Teich quakten sogar nachts, und ich dachte an die vielen Kindheitstage, als ich am Wasser stand und Futter streute.




coming home

Dienstag, 29. Dezember 2009

Loimers Äffchen.

Ehrlich gesagt, ich habe nie gefragt. Ich nahm es immer als winzig-witziges Äffchen, das Logo auf Loimers Flaschen. Ein Zipferl rechts am Kopf, ein Zipferl unten.

Und dann lag es auf einmal zum Verzehr vor mir, lebkuchig und nelkenwürzig - köstlich!

loimer-2

Montag, 28. Dezember 2009

Das Stichwort ist ein Muster.

In der schnellen Frühmorgen-Gratis-Ausgabe der Landes-Tageszeitung geschehen - eilbedingt - immer wieder Fehler, dass etwa die verkürzten Artikel gewisse wesentliche Satzteile entbehren müssen.

muster

Eine solche Titelzeile aber, die schlichtweg nur aus dem Muster besteht, war mir bislang noch nicht aufgefallen. Allerdings lese ich normalerweise auch meine eigene Zeitung ....

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ConAlma - 2011-10-07 11:40
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rinpotsche - 2011-10-07 00:37
!
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books and more - 2011-10-07 00:30
sang und klanglos :-(
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profiler1 - 2011-10-06 21:55
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