Sonntag, 28. Mai 2006

Ich lasse mich zählen

Da hab ich unlängst noch einen auf Bescheidenheit gemacht und mich von jeglichen Zugriffsstatistiken freigesprochen - aber so ist es nun mal, in just jenem Augenblick überkamen mich ganz hinterhältig die Neugier und der Ehrgeiz, und ich nahm mich der Blogcounterthematik näher an.

War eh nicht soo einfach, jene Stelle zu finden, wo der html-Code, der mir zur Verfügung gestellt wurde, am besten eingefügt werden konnte. Denn die Auskunft "irgendwo zwischen und " ist nicht sehr aufschlussreich, wenn ich keine Ahnung von html habe und überhaupt nicht weiß, auf welcher Seite ich das finden könnte ... Aber offenbar gelang es mir, die richtige aufzuspüren, und jetzt kann ich genauso wie alle anderen nachschauen, wer auf meiner Seite landet. Vor allem: unter welchem Suchbegriff . Das finde ich ja am vergnüglichsten. Ich habe kein Tatjana-Gsell-Problem . Aber auch keinen Monsignore Gänswein. Ich habe noch gar kein Problem. Dafür habe ich eine Sexkolumne, den Metzgerwirt in Uderns, kann Gedanken lesen und bin offenbar auch für den Intelligenzquotienten von Mathematikern verantwortlich. Das freut mich.

* grüßt die Kunstseidene ;-)

Samstag, 27. Mai 2006

Tischgespräche

Not macht erfinderisch, Personalnot in Sachen Essensbegleitung (Sie glauben nicht, dass es derlei gibt? Oh doch!), wo es für mich wohl um einen Qualitätsentscheid geht (bin bekennende Anspruchsvolle) führt auf unerwartete Wege, an einem solchen Wegesrand könnte zum Beispiel ein Schulkollege stehen (warum steht er ausgerechnet jetzt da?), bei sporadischen Maturatreffen als lieb, schwul, juristender Beamter zur Kenntnis genommen und weiters in der Peripherie belassen, der sich beim mittlerweile zweiten Tischgespräch als wertvoller Anreger, Frager, Austauscher, Weiterführer und vor allem und gewiss nicht zuletzt mitteilender Mitgenießer einen Fixplatz erobert hat.

Eine yogihafte Gelassenheit, große professionelle Kompetenz und vor allem ein sehr konsequentes, konsistentes Leben bei gleichzeitig jungenhafter Heiterkeit – da bieten die vertrauteren Freundinnen mit ihrem ewiggleichen Gefühlsstrudelknotengewirr leider, ja leider weniger Begleitungsanreiz. Wenn er sagt: „Ich habe immer so viel Glück“, dann kann ich wohl erkennen, dass das aus seiner Haltung, seiner Arbeit an sich, seinem Wesen entspringt.

Otto M. Zykan fährt mich heim

Um den gestrigen Abend mit wohltuenden Tischgesprächen auch entspannt genießen zu können, wählte ich als Transportmittel durchs Inntal die Bahn. Das ist, will man nächtens unterwegs sein, leider auch eine limitierte Angelegenheit, stellt man doch fest, dass Kufstein so ab halb elf im Abseits zu liegen kommt (egal übrigens, ob man aus Ost- oder Westrichtung heimkehren will.). Also: mit dem Auto bis Wörgl, denn ab und bis da tun sich völlig neue Fahrtzeitgelegenheiten auf!

Der mitternächtliche Eilzug - eine bemerkenswerte Definition seiner Bezeichnung konnte ich bei einem Handygespräch irgendwo aus der Mitte des Waggons mitlauschen: dass er zwar in jedem Bahnhof stehenbliebe, aber dazwischen viel schneller fahre! (Die Rechtfertigung eines jungen Mannes, warum er mit diesem späten und langsamen Zug erst käme) - ließ allerdings von irgendwelcher Eile nichts verspüren, der balearische Syrah und die köstlichen vier Gänge zuvor taten ein Übriges, ich entschlummerte in schnelle Träume. Die hätte ich auch gut und gerne noch im Auto, in den letzten 15 Minuten meiner Wegstrecke, fortsetzen können, wäre da nicht die lange Zykan-Nacht auf OE1 gewesen. Dessen Wortsprudeleien, justament kurz vor eins, rissen mich aus meiner gefährlichen Döserei und machten mir bewusst, dass ich gar nichts, rein gar nichts über diesen Mann wusste. Außer Humanic-Fraaaanz. Dass vor 2 Jahren ein Violinkonzert in Tirol zur Uraufführung gekommen war, das ich nie gehört habe. Dass ich ihn aber zuletzt wohl als Kommentator zu schätzen gelernt habe.

Aber: ich kam wohlbehalten und erfrischt zu Hause an. Otto M. Zykan hat mich heimgefahren.

Freitag, 26. Mai 2006

Aboservice

Das muss schon mal erwähnt werden: der vorzügliche Abo-Service vom Standard. Normalerweise finde ich um halb sieben Morgens (noch mehr Ordnung in der Welt) die Zeitung schon vor der Tür. Wenn aber wie heute der Flieger von Wien nach Innsbruck nicht geht und das Tagesexemplar mit der Normalpost kommt, also nicht zum Frühstück neben der Teetasse liegen kann, dann erreicht einen am Vortag eine Mail, in der nicht nur auf diesen Umstand hingewiesen wird, sondern auch mittels Bekanntgabe eines Passwortes die Online-Lektüre der Zeitung ermöglicht wird. Kömma doch nicht machen, die Leut unbelesen in den Tag hinausgehen zu lassen!

Donnerstag, 25. Mai 2006

Ab heute bin ich Neunundzwanzig

Eine beruflicher Bayern-Ausflug ließ mich heute heute auf ein Glaserl bei meinem Lieblingswirt vorbeischauen (Vorsicht, Seite offenbar noch under construction, also siehe auch da), allwo ich einen Flyer unter dem Titel "Twenü - die Jugend isst besser als ihr Ruf" vorfand.

Die eigentlich gar nicht sooo jungen vier Jeunes Restaurateurs d'Autriche bieten ab 29. Mai ein All-Incluive-Menü um € 29,- für Menschen bis 29 Jahre an: §-Gang-Menü, Aperitif (Steininger-Sekt), Wasser (San Pellegrino), 3 Glas Wein (Buchegger, Markowitsch, Feiler-Artinger), Espresso (Lavazza + Grand Marnier), von Sonntag bis Donnerstag. Das Einstiegs-Service-Paket zum leistbaren Preis für Gourmet-Anfänger. Natürlich auch Fortgeschrittene: denn wer die Küchen der einzelnen Herren kennt, weiß, worauf er sich freuen kann. Und alle anderen sollten sie kennenlernen!

Neben dem Tiroler Hof noch vertreten:
Rosengarten
Blumentritt
Floh

Zukunftsträchtiger aber scheint mir doch die planmäßige Erreichung der 49 in vier Wochen: denn beim heutigen vierstündigen Arbeitsfrühstück wurde mir mitgeteilt, dass ich gerade WEGEN dieses Alters den Job bekäme.

(Ja ja ich weiß, ich zähle in keinster Weise zum typischen Durchschnittsblogger, der männlich, um die Zwanzig und Student ist.)

Mittwoch, 24. Mai 2006

Test und Persönlichkeit

Ich kenne jemanden, der klaut am Sonntag nur die Kronenzeitung, damit er den Psychotest, der sich darin findet, machen kann. Nein, nicht ganz richtig, auch wegen Gerti Senger.

Auf jeden Fall scheint Test an sich eine große Anziehungskraft auszuüben, denn man findet in dieversen Blogger-Einträgen immer wieder vergnügliche Links. Welche Aussagekraft das Verständnis der Kärntner Sprache für das Zurechtkommen im Leben haben soll (wobei ich als in Tirol eingemeindete mit Wiener Ursprung zufrieden mit meinem Ergebnis bin), erschließt sich zwar nicht ganz; die auf der entsprechenden Testseite untergebrachte Weiterleitung zu einem klassischen Intelligenztest bescheinigte mir aber nach Absolvierung, dass ich zu den mathematischen Analytikern zähle - was mein Selbstverständnis von mir bis in die Grundfesten erschüttert!!

Dienstag, 23. Mai 2006

SOS ORF

Armin Wolf hat es in seiner Rede zum Robert-Hochner-Preis ziemlich auf den Punkt gebracht. Der ORF, ein feudales Gebilde? Jetzt rührt sich jedenfalls was. Unterschreiben Sie!

Hier!

SOS-ORF (gif, 1 KB)

Montag, 22. Mai 2006

In the Mood for Love

jetzt auf ARTE - manche Filme kann ich nicht oft genug sehen ....


EDIT
Die sparsamen, kontrollierten, unterkühlt wirkenden Dialoge. Emotionen werden nur in den Rollenspielen sichtbar. Irgendwann vor allem Ausschnitte: die Füße der beiden sich einander Annähernden. Oder die Körpermitten. Überhaupt die stillen Bilder: Schatten an einer bröckelnden Wand. Rauch, der aufsteigt im Bürolicht.
Und: Die Musik. Der traurige Violinenwalzer mit der gezupften Begleitung. Nat King Cole. Die Kleider, die an Maggie Cheung wie stützende Hüllen anliegen, ohne die sie zerbrechen würde.
Die Liebe vollzieht sich einmal, in einem Händedruck.

Sonntag, 21. Mai 2006

Kleiner großer Abschied

Gestern habe ich mich getrennt. Hab mich von einem Büchlein getrennt, einem Schreibbüchlein, das irgendwann mal für 2 gedacht war, für Die Zwei möglicherweise in der Intention des Schenkenden, die dann doch eher One and One (nicht mal so recht plus) blieben.

[Wieso rutscht mir da jetzt dieser Godard-Titel herein?
Einmal soll Godard gesagt haben, ONE PLUS ONE sei nicht Zwei, sondern ONE PLUS ONE. Ein Verweis auf die Relevanz des Konstrukts und dessen Einzelteile. (siehe obiger Link)]

Das Büchlein also. Nicht mehr bei mir. Es war mir, nach einer unglücklich herbeigeführten Kommunikationsunterbrechung, Möglichkeit des Trostes und der Bezugnahme gewesen. Ich habe es aus der Hand gegeben, übergeben, keinen schlechten Händen, wie ich denke, und nach wie vor und trotzdem vertrauensvoll tat ich dies. Aber es fehlt mir. Es fehlt mir sehr! Das spüre ich gerade ganz stark beim Anhören von Mahlers Vierter. Wer hätte das gedacht ...

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ConAlma - 2011-10-07 11:40
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Was gab's denn so wichtiges anderswo?
rinpotsche - 2011-10-07 00:37
!
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books and more - 2011-10-07 00:30
sang und klanglos :-(
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profiler1 - 2011-10-06 21:55
Erwischt... und Sie fehlen...
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