Freitag, 20. März 2009

1872 m fühlen sich gut an

zum Beispiel an der Grenze zwischen Paznaun und Samnaun.

hoehengrenze


Gefühl für Schnee: lange, breite, weite Pisten für ungehindertes Gleiten, perfekte Bedingungen für eine Konditionslose wie mich.

Genüsse an der Sternengrenze an den Abenden,
zum Beispiel best backerl & bries ever

backerl-bries

Sonntag, 15. März 2009

Ortlosigkeit

... Aber sicher ist die Krise aus jener Welt der Vernetzungen, der unüberschaubaren Systeme und der Ortlosigkeit entstanden, die durch die Kommunikationstechnologie so sehr in unsere Lebenswelt eingreift.*

Meine Ortlosigkeit ist überschaubar, einmal über den Hof oder die kleine Steigung hügelauf, um zu einem meiner drei Schlafplätze zu gelangen. Und doch: kein Zimmer mehr mein eigen nennen zu können, je nach Bedarf und Möglichkeit einmal in der Kinder/Arbeitswohnung, einmal im Büro gegenüber oder aber beim Geliebten zu nächtigen, das beginnt selbst in mir, die ich doch die Sesshaftigkeit immer scheute, als latente Unruhe zu nagen. Und so ist es manchmal, ja manchmal gerade der Sitzplatz im Zug, der mir Geborgenheit vermittelt.

zugblick

Aus dieser Ortlosigkeit wird immer öfter auch Wortlosigkeit.

*Daniel Kehlmann im Interview da

Donnerstag, 12. März 2009

Leningrad

Weiße Nächte hier, Märzschnee, als sei's Dezember.
Weiße Leiber, nein, weißere Leiber als jene der Frauen von Leningrad hätte er nie zuvor gesehen, schwärmte er einst, meine wildeste, verrückteste Liebe.
In Petersburg wohn ich, wenn ich dort sein werde.

Mittwoch, 11. März 2009

Stalingrad

An der Schutzengelkirche hat George Clooney ein Espressoglas auf dem linken Auge stehen - what else? Zahllose Augenpaare starren von der Fassade der Montessori-Schule geheimnisvoll in den Abend, wie von Geisterhand sich öffnende Schranken und eilfertig auf grün springende Ampeln bescheren dem Bus zügiges Vorankommen. Manchmal steigen Schüler der Lebenshilfe zu; ihr ungebremstes Sein wider alle Benimmkonventionen im beengten öffentlichen Raum lässt eben jene so stumpf erscheinen. Wir bewegen uns entlang einer Peripherie, die mitten drin und nicht am Rande liegt, ein Saumpfad des ständigen Dazwischen, einzelne Bauerngehöfte im Schatten von Wohnsiedlungen trotzen beharrlich dem Städtischen. Irgendwo da muss auch Stalingrad* liegen, eine dem Abriss geweihte Siedlung mit billigen Wohnungen, deren Substandardqualität nicht mehr sein darf. Ein einziger Block hat Denkmalamtswürde erreicht und bleibt bestehen. 120 € Miete für eine Wohnung und 19 € für einen Schrebergarten zwischen den Blöcken - da wohnen noch viele, die sich nicht mehr leisten können. Und ein eigener Stolz schützt die alteingesessenen "Stalingradler" vor den Diffamierungen rundum. Die Glitzerneonkonsumwelt des nahen Einkaufszentrums aber ist in weiter Ferne.



* nach dem Nachkriegslazarett benannt, in dem Russen lagen.

Donnerstag, 5. März 2009

Austriazismus

Übersiedlung sei so wunderbar österreichisch, sagt Herr Schneck irgendwann.

Aber wie sonst soll der Vorgang eines Wohnungswechsels bezeichnet werden? Umzug! sagt Herr Sommer, der mir die Folgeerscheinungen austreibt. Ach, denk ich, ich kenne wohl den Faschingsumzug, ja und bei umziehen denke ich an Wein, der von einem Fass in ein anderes befördert wird, zur Klärung und weiteren Reifung. Ja und umgezogen bin ich, wenn ich vom Arbeits- ins Freizeitgwand schlüpfe, von diesem dann ins Negligé, oder wenn ich vom Hochgeschlossenen ins Dekolleté wechsle. Alles andere ist übersiedeln. Unmissverständlich.

Eulenauer Filz

Wie war's beim Herrn Sommer?

Er hat mir den freien Fall der Schultern beigebracht.










Filz
Im Gleichgewicht: der Beste.

Mittwoch, 4. März 2009

die stummen finger

sie arbeiten nachts
brechen mühseligen schlaf
quellen in trotzige starre
und morgens, wenn ich sie frage
und brauche
bleiben sie stumm

die finger

und taub

Sonntag, 1. März 2009

Fastenzeit

Worauf würden Sie verzichten? fragt das lokale Gratisblatt die Passanten.

Aufs Bloggen hätte mir einfallen können, aber das ist ja kein Verzicht, sondern Bereicherung.

Dienstag, 24. Februar 2009

Provinzfasching

Der ehedem renommierte Autorennfahrer fügt sich mit dem Crocodile Dundee-Hut unterm Elch an der Säule ins Stilunsichere des Abends; die blondgezopfte Jungrussinnenbrigade erzwingt eine eigenverantwortliche Wertschätzung später Blüte (wir damals in dem Alter wären als Russinen nicht wirklich schick rübergekommen). Der Osttiroler Tourist, den es tatsächlich (lawinentechnisch) reingeschneit hat, macht als unfreiwilliger Cowboy gute Figur, die überraschende Liebeserklärung eines multiplen One-Night-Stands lässt die eigene Geliebtzuwerden-Sehnsucht wie im Scheinwerferlicht aufblitzen, zumal auch der im Schiurlaub weilende Geliebte Sehnsüchtiges per sms formuliert. Die luftig-leichten, hochgeschnürten Timerberlands lassen mich zu unmöglichen, möglichen und geliebten jungalten Songs tanzen, nächstes Jahr such ich mir eine konsistentere Verkleidung,

Sie sind

Du bist nicht angemeldet.

Sie lesen:

Beiträge zu meiner real virtuality

sehsucht

rosy

Was gibt es Neues?

love
I saw a hope in the game. sex doll
ulovesexdoll - 2018-12-13 06:51
Wow, ich mag das Licht...
Wow, ich mag das Licht und die Anzüge! Vokalmusik ist...
karrri - 2014-06-24 12:18
einfach nur schön finden...
einfach nur schön finden geht auch
uferlos - 2011-10-08 00:28
lasst mir noch ein bissl...
lasst mir noch ein bissl zeit. vielleicht gibt es ein...
ConAlma - 2011-10-07 11:40
Was gab's denn so wichtiges...
Was gab's denn so wichtiges anderswo?
rinpotsche - 2011-10-07 00:37
!
!
books and more - 2011-10-07 00:30
sang und klanglos :-(
sang und klanglos :-(
profiler1 - 2011-10-06 21:55
Erwischt... und Sie fehlen...
Erwischt... und Sie fehlen...
katiza - 2011-10-06 10:34

wo?

angel underline de ätt kufnet dot at

Suche

 

Status

Online seit 7491 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2021-07-15 02:08

Credits

Web Counter-Modul

kostenloser Counter


adventkalender
aus dem arbeitsleben
aus dem kulturbeutel
aus dem reich der sinne
Autofahrer unterwegs
begebenheiten
blogweise
einfach zum nachdenken
es wird ein wein sein
farben
filmblicke
fundsprüche
gehört
gelebt: kitsch und literatur
gelesen
geschichten aus dem großraumwagen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren